1001 – Zigaretten, Shishas, E-Zigaretten, “Heat-not-Burn”-Produkte – Neue und alte Herausforderungen für Prävention und Therapie

Reiner Hanewinkel

In den letzten 15 Jahren hat sich in Deutschland ein bemerkenswerter Imagewandel vollzogen. Während vor wenigen Jahren noch so gut wie überall geraucht werden durfte, Tabakwaren sehr preiswert waren und 24 Stunden am Tag ohne soziale Kontrolle erworben werden konnten, wurden verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Tabakepidemie konsequent umgesetzt. Dieser sogenannte Policy-Mix der Tabakkontrolle, d.h. die gleichzeitige Umsetzung von verhältnis- und verhaltenspräventiver Maßnahmen hat wesentlich zu einer Denormalisierung des Rauchens in der Gesellschaft beigetragen. Dieses Maßnahmenbündel zeigt auch schon Wirkung auf der Populationsebene: Die Rate jugendlicher Raucher ist mittlerweile auf ein historisches Tief von unter 10 Prozent gefallen. Gleichzeitig werden neue Produkte wie Wasserpfeifen oder E-Zigaretten entwickelt und auf den Markt gebracht. Der große Tabakkonzern Philip Morris hat unlängst angekündigt, herkömmliche Tabakprodukte ganz eliminieren zu wollen. Stattdessen bewirbt der Konzern mit erheblichen Mitteln neu entwickelte „Heat-not-Burn“-Produkte. Im Vortrag werden die einzelnen Produkte, ihre Verbreitung sowie potentielle Gesundheitsschäden dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der Implikationen für Prävention und Therapie, die diese erhebliche Differenzierung der Konsumformen nach sich zieht.

Referent/innen: