1002 – Suchtprobleme bei Flüchtlingen, Asylbewerbern und illegalen Migranten verstehen und angemessen intervenieren – Erfahrungen aus den Projekten ‚Search‘ und ‚Search II‘

Doris Sarrazin

Die Erfahrungen aus den von der Europäischen Kommission geförderten Projekten ‚Search‘ sind hochaktuell. Es wurde mit Projektpartner aus 12 Ländern durchgeführt. Das Ziel war, „Menschen zu helfen, mit den Risiken und Gefahren in einem fremden Land, in einer neuen Kultur besser, anders umzugehen, sie vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen, Schäden zu minimieren und den Kommunen und kommunalen Trägern, die sie beherbergen und versorgen, Hinweise zu geben, wie Hilfen aussehen können, die Schutz vor Suchtrisiken bieten“. Den engen Zusammenhang zwischen posttraumatischen Belastungsstörungen und Suchtmittelkonsum haben in den vergangenen Jahren immer mehr Studien deutlich nachgewiesen. Dazu wurde die Suchtbelastung der Zielgruppe erhoben und passgenaue Suchtprävention für diese entwickelt. Mit der Methode des RAR = Rapid Assessment and Reponse wurde die Suchtbelastung erhoben. Die von G. Stimpson mitentwickelte Methode wird auch von der WHO zur Erfassung eines Problems in einer schwer zu erreichenden Zielgruppe empfohlen. In jedem beteiligten Land sah die Situation unterschiedlich aus und die entwickelten Präventionsmaßnahmen ebenfalls. Die Fähigkeit, eventuellen Gebrauch von Drogen und/oder Alkohol besser wahrzunehmen und die Fähigkeit, darüber ins Gespräch zu kommen, stand auf der Bedarfsliste aller Organisationen. Im Vortrag werden die Ergebnisse vorgestellt ebenso wie die entwickelten Materialien, die weiterhin zur Verfügung stehen.

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