1114 – Suchtmittelgesetz: Handhabung und Erfahrungen aus Österreich

Ewald Höld, Semrin Leidenfrost-Mordag

Im ISD Wien werden für die Gesundheitsbehörde wesentliche Aufgaben des Vollzuges des Suchtmittelgesetzes durchgeführt. Es sind dies die Erstdiagnostik, die Motivation für und die Durchführung der gesundheitsbezogenen Maßnahmen, teils im Institut und teils durch Zuweisung zu KooperationspartnerInnen. Über 2/3 der Anzeigen werden auf diese Art und Weise bearbeitet. Besondere Gruppen sind SchülerInnen, SoldatInnen, Straßenverkehr. Die Frage wird zu bearbeiten sein, inwieweit diese gesetzliche Regelung relevant für Prävention und therapeutische Konsequenzen im Sinne von Verbesserung der Gesundheit ist. Können Zwangsmaßnahmen eine sinnvolle und nachhaltige Förderung von Gesundheit einleiten? Wir beleuchten die Situation der MigrantInnen, die Cannabis zur Stressreduktion gebrauchen. Sie werden auch angezeigt. Auf diesem Wege können auch viele mit Problemen erreicht und die Betroffenen oftmals erstmalig professionell beraten und behandelt werden. In diesem Workshop wird über die langjährige Erfahrung mit Cannabis-KonsumentInnen berichtet und die transkulturelle Aspekte in der Betreuung/Behandlung beleuchtet.