1120 – Der postmoderne Mensch: frei, mündig, selbstgesteuert oder doch nur überfordert und suchtgefährdet?

Michael Klein, Rolf Jox

Der Umgang mit Substanzen stellt seit jeher eine besondere Herausforderung für das Menschsein dar. Wie können Menschen den Spagat zwischen Lust, Entgrenzung und Ekstase auf der einen Seite und möglichem Verlust von Freiheit und Kontrolle sowie der Entstehung von Sucht auf der anderen Seite erfolgreich bewältigen? Der gelingende Umgang mit Drogen ist gerade in der postmodernen Welt eine psychologische Herausforderung, auch wenn andere Aspekte dabei nicht unwichtig sind. In dem Seminar werden anhand von zentralen Thesen die erfolgreichen Wege und Misserfolge im Umgang mit psychotropen Substanzen erörtert und diskutiert. Neben psychologischen Konzepten kommen anthropologische, evolutionäre, biochemische, kulturhistorische, soziologische und rechtliche Aspekte zur Sprache mit dem Ziel einer Konsentierung zentraler Thesen. Es werden zentrale psychologische Theorien zum Substanzkonsum und zur Selbstregulation im Kontext der gegenwärtigen und künftigen Rahmenbedingungen erörtert im Spannungsfeld zwischen einem potentiell drogenmündigen vs. drogenabhängigen Menschen. Die zentralen Thesen werden auch im Hinblick auf Suchtprävention und Suchttherapie diskutiert.

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