1124 – Regulierung des Cannabis-Marktes – der Vorschlag aus Hamburg

Cornelia Kost, Linda Heitmann

Herstellung, Handel, Vertrieb und Besitz von Cannabis sind verboten und werden in der Bundesrepublik strafrechtlich verfolgt. Seit etlichen Jahren wird immer wieder bezweifelt, ob die prohibitive Drogenpolitik ihre Ziele wirklich erreicht. In Deutschland stellt sich im Hinblick auf den Umgang mit Cannabis die Frage nach politischen Änderungsbedarfen, da ein Großteil des illegalen Konsums und der verfolgten Betäubungsmitteldelikte diese Substanz betrifft. Nach den Stellungnahmen zahlreicher anderer Fachverbände und -akteure hat die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) in einem Papier ihre Position zur kontrollierten Abgabe von Cannabis dargelegt und formuliert auf der Grundlage der Erfahrungen und Beobachtungen ihrer Mitglieder aus der täglichen Arbeit mit suchtkranken Menschen sowie in der Suchtprävention drogenpolitische Forderungen und Empfehlungen. In der 90-minütigen Veranstaltung stellen wir unser Papier vor, erläutern das Zahlenwerk und die Argumente und diskutieren darüber.