1202 – InBetween – ein neues Modell für Prävention

Jürgen Bittner

Prävention als Persönlichkeitsbildung soll aus unserer Sicht zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb haben wir das Projekt InBetween geschaffen. InBetween ist ein filmbasiertes Projekt für dialogische Prävention. Es basiert auf Martin Bubers dialogischem Menschenbild. Es besteht aus dem Film InBetween und aus einem Handbuch zur Arbeit mit dem Film. Da sich missbräuchlicher Rauschmittelkonsum meistens vor dem Hintergrund gestörter Beziehungen entwickelt, zeigt InBetween nicht Missstände auf, denen man mit Prävention zuvorkommen will. Vielmehr weist es auf die präventiven Kräfte positiver Beziehungen hin: Beziehungsfähigkeit als Prävention. Bei dem Projekt geht es darum, wie Jugendliche ihre Beziehungen gestalten. Dabei werden drei Aspekte beleuchtet, die für die Entstehung und für den Erhalt positiver Beziehungen wesentlich sind. Sie betreffen den Umgang mit Konflikten: als Person deutlich werden oder als Person undeutlich bleiben, den Umgang mit dem Anders-Sein Anderer: das Eigene über das Andere stellen oder das Eigene artikulieren und sich auch für das Andere interessieren, den Umgang mit unangenehmen Wahrnehmungen: wahrhaben oder ignorieren. Im Workshop wird der Film gezeigt und die Arbeit mit den einzelnen Aspekten vorgestellt.

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