1208 – Kiffen am Abend und mittags Bier in der Kantine?

Kristin Hupfer

Betriebliche Suchtprävention im Spannungsfeld zwischen Umsetzung betrieblicher Regelungen, Gesundheitsförderung, Arbeitssicherheit und Schweigepflicht. Schon geringe Mengen an Alkohol bzw. Drogen beeinträchtigen die Arbeitsfähigkeit und erhöhen die Unfallgefährdung am Arbeitsplatz. Schon 0,5 Promille verdoppeln im Straßenverkehr das Unfallrisiko. Trotzdem wird in vielen Betrieben ein moderater Alkoholkonsum geduldet. Anders bei illegalisierten Drogen: Schon ein positiver Urintest auf Cannabisabbauprodukte ohne Nachweis des eigentlichen Wirkstoffes kann Grund für eine Nichteinstellung bzw. eine Kündigung sein, was von vielen Betroffenen als grobe Ungerechtigkeit empfunden wird. Dieser Workshop richtet sich vor allem an AkteurInnen in der Gesundheitsförderung und Suchtprävention wie BetriebsärztInnen, BetriebsrätInnen, Suchtbeauftragte, SozialarbeiterInnen, Personalbeauftragte und Peers. Gemeinsam sollen Strategien diskutiert werden wie sie einen Beitrag leisten können, um Regelwerke zeitgemäß weiterzuentwickeln, Vertrauen und Gesprächsbereitschaft bei MitarbeiterInnen und genauso bei ihrem betrieblichen Umfeld aufzubauen, bei Betroffenen Problembewusstsein und Änderungsbereitschaft zu fördern sowie wirkungsvoll und zielgruppenspezifisch aufzuklären.

Referent/innen: