1214 – Selbstbild und Image von am Glücksspiel beteiligten KonsumentInnen und Interessengruppen

Günther Zeltner, Henning Brand

Bei der Entwicklung und der Umsetzung von Spielerschutzkonzepten, in der Kooperation mit GlücksspielanbieterInnen und letztlich bei jeder Regulierungsdebatte ist man ständig in emotional hoch aufgeladenen Diskussionen verwickelt. Glücksspiel als Sünde, als demeritorisches Gut oder als Konsumgut mit Risiken für ihre NutzerInnen sind die tradierten und aktuellen gesellschaftlichen Bewertungen. Wie diese sich in den gesetzlichen Vorgaben für die Schutzanforderungen für Spieler und Spielerinnen und im unmittelbaren Austausch der beteiligten Gruppen zeigen und wirksam sind, wird anhand von Beispielen aus der langjährigen Kooperation der Fachstelle für Glücksspiel und Medien der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart dargestellt. Ausführlich wird auf die Heuchelei als zentrales Kommunikationsmuster und die impliziten und expliziten Tendenzen zu Selbst- und Fremdstigmatisierung eingegangen. Nach einem Vortrag gibt es ausreichend Zeit für Gespräch und Austausch.