1218 – Schneller, schöner, besser – Suchtprävention in Zeiten der Selbstoptimierung

Lisa Wessely, Nadja Springer

Dynamisch, flexibel, leistungsfähig, kompetent – das alles sind Begriffe, die in unserer Gesellschaft positiv konnotiert sind. Von Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird viel verlangt und diese verlangen viel von sich selbst. Das hat auch Auswirkungen auf ihren Substanzkonsum. Der Anstieg des Konsums aufputschender Substanzen in den letzten Jahren ist offensichtlich, der Zusammenhang mit gesellschaftlichen Bedingungen auch. Pharmakologisches Neuro-Enhancement in Schule und am Arbeitsplatz ist kein Randproblem mehr. Aber was bedeutet das für die Suchtprävention in einer Zeit, die von Prinzipien der Leistungsfähigkeit und der Selbstoptimierung bestimmt werden? Wie reagieren wir professionell auf die hohen Ansprüche und veränderten Konsummuster und -motive. Diese Fragen und sinnvolle Reaktionen der Suchtprävention sollen in dem Workshop diskutiert werden.