1316 – Medikamentenabhängigkeit

Rüdiger Holzbach

Abhängige von Non-Benzodiazepinen und Benzodiazepinen gibt es viele, aber nur wenige sehen sich als abhängig und wollen entzogen werden. Anhand des Fünf-Phasen-Modells des Langzeitkonsums von Benzodiazepinen lassen sich die „Widerstände“ gegen einen Entzug leicht umschiffen, da die für die PatientInnen spürbaren Folgen der Langzeiteinnahme als Folge der Medikamente und nicht der Grunderkrankung benannt werden. Der Entzug gelingt allerdings nur dann, wenn einige pharmakologische Besonderheiten der Non-Benzodiazepine und Benzodiazepine berücksichtigt werden und auf die Besonderheiten der Menschen im Benzodiazepin-Entzug eingegangen wird. Das Seminar richtet sich an alle Berufsgruppen, die mit (Mono-)Abhängigen von Schlaf- und Beruhigungsmitteln in Beratung und Behandlung zu tun haben und vermittelt die wesentlichen oben skizzierten Grundzüge. Insbesondere die pharmakologischen Besonderheiten können aber auch auf den Entzug von Benzodiazepinen bei polytoxikomanen PatientInnen verwendet werden.

Referent/innen: