1402 – Die Ausweglosigkeit der Glücksspielenden

Heike Hinz

GlücksspielerInnen werden abhängig auf der Suche nach Thrill, Kompetenzerfahrung, Glück. Der Teufelskreis der Sucht führt in Unglück, Langeweile und Selbstverachtung. Es wird dargestellt, was die Erkrankung aufrecht erhält, wie ein Ausweg aussehen kann. Glücksspielabhängige „zocken“ nicht nur im direkten Umgang mit dem Glückspielautomaten oder den Wettangeboten im Internet. Dass das „Zocken“ schließlich den gesamten kommunikativen Raum einnimmt, macht immer mehr den Kontakt zu anderen Menschen funktional und unbefriedigend. Es entsteht eine innere Leere, die nur mehr durch „Fast-Gewinn-Situationen“ gefüllt werden kann. Es wird versucht, anhand eines vereinfachten Modells neurophysiologischer Abläufe das Erleben und die ausweglos erscheinende Verstrickung der Glücksspielabhängigen zu erklären. Die Konsequenzen, die sich daraus für die Behandlung ergeben, werden dargestellt und mit den TeilnehmerInnen im Workshop diskutiert. Es werden die Schwierigkeiten und Fallstricke erörtert, die Helfen Wollende, BeraterInnen oder BehandlerInnen beachten sollte. Besondere Fallbeispiele werden diskutiert.

Referent/innen: