1522 – Substanzbezogene Trainingsprogramme für Substituierte in psychosozialer Betreuung

Bernd Westermann

Noch immer sind über opiatabhängige Menschen Mythen in Umlauf: Ausnahmslos alle würden „Beigebrauch“ praktizieren, das sei halt nicht zu ändern. Abstinenz hätten PatientInnen und Behandelnde in stiller Übereinkunft völlig aus dem Blick verloren. Sie anzustreben, gilt manchem sogar als Körperverletzung, mindestens fahrlässig, also unverantwortbar. Die Wirklichkeit unterscheidet sich erheblich von dieser Fiktion. Man kann besser über Konsummuster und -hintergründe informiert sein, um dann (andere) Konsequenzen zu ziehen. Viele Substituierte haben das Bedürfnis und die Kompetenzen, sich beim Erweitern von Konsumkontrollkompetenzen unterstützen zu lassen, z.B. mit Einzel- oder Gruppentranings unter dem Label „CONtraddict“. (Die Wirksamkeit des Programms ist durch Forschung belegt.) Und es gibt sogar substituierte Menschen, die noch einen Schritt weiter gehen wollen! Mit dem nun auch angebotenen Abstinenztraining „PROtraddict“. Sie sind eingeladen, das alles kennenzulernen!

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