1612 – Freiheit für das abhängige Gehirn – Freiheit für das Suchtgedächtnis

Eva Pawlas

Langjährige Erfahrungen in der Suchttherapie zeigt, dass auch nach dem körperlichen Entzug weiterhin eine Abhängigkeit im Sinne eines „Suchtgedächtnisses“ besteht. Deshalb neigen viele Menschen mit einer Abhängigkeitsthematik, egal aus welcher Substanz- oder Verhaltensgruppe, auch nach Jahren der Abstinenz immer wieder zu Rückfällen. In dem Vortrag soll in knapper Form vermittelt werden, wie das Gehirn, wenn Menschen eine Abhängigkeit entwickeln, auch „süchtig“ wird, wie also das sogenannte Suchtgedächtnis entsteht. Verkürzt könnte man sagen, es kapert unser Belohnungssystem, genauer gesagt, das Suchtgedächtnis infiltriert unser Lernsystem. Im zweiten Teil des Aktiv-Vortrages wird darauf eingegangen, wie Meditation auf unser Gehirn einwirkt und wie Meditation das „Suchtgedächtnis“ wieder befreien und dadurch zu mehr Freiheit bei Menschen mit einer Abhängigkeitsthematik führen kann. Nach dem theoretischen Überbau wird es praktische Meditationsübungen geben, die die Theorie durch eine selbst erlebte Erfahrung untermauern.

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