1628 – Psychotherapie und Substitution – Durch Ressourcenaufbau Resilienz stärken und Rückfallrisiken mindern

Angelika Koshal

Die ACE-Studie (Adversive Childhood-Experiences) von Felitti et al., 2000, weist nach, dass die Häufung problematischer Erlebnisse in Kindheit und Jugend das Risiko einer späteren Suchterkrankung deutlich erhöhen: Je mehr Belastungsfaktoren, desto höher das Risiko. Die Ergebnisse der Resilienzforschung (Emmy Werner, 1999) wiederum verdeutlichen, dass durch ein gezieltes Training fehlende Resilienzfaktoren aufgebaut werden können. Auf diese Weise kann die psychische Widerstandskraft im Nachhinein gestärkt und die Fähigkeit Krisen zu bewältigen, gesteigert werden. Hierbei sind ressourcenorientierte Methoden mit ihrem Fokus auf Aufbau und Nutzung von Ressourcen ausgesprochen wichtig und hilfreich. Auch in der Psychotraumatherapie wird vermehrt das große Potential der Ressourcen genutzt. Die Bedeutung ressourcen-orientierter Interventionen auf die Effektivität einer Psychotherapie wird auch durch die Studien von Grawe, 2004, bestätigt. Der Umgang mit eigenen Ressourcen und praxisnahe Fallbeispiele werden das therapeutische Vorgehen veranschaulichen.

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