1638 – Stabilisierende Gruppenbehandlung bei traumatisierten Suchtkranken

Henrike Dirks, Ingo Schäfer

Zwischen Traumatisierungen und Substanzmissbrauch bestehen deutliche Zusammenhänge. So weisen mindestens ein Drittel bis die Hälfte aller Personen mit Suchtproblemen in ihrer Biografie gravierende Traumatisierungen auf. Bei bestimmten Gruppen von PatientInnen finden sich traumatische Erfahrungen noch deutlich häufiger. Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Folgen dieser Erlebnisse bei einem Teil der Betroffenen die Suchttherapie erschweren, oder ihren Erfolg ganz in Frage stellen, wenn sie nicht im Rahmen der Behandlung spezifisch berücksichtigt werden. Im Seminar wird ein integratives Therapieprogramm für Posttraumatische Störungen und Substanzmissbrauch vorgestellt („Sicherheit finden“), das einen vorwiegend stabilisierenden, ressourcenorientierten Ansatz verfolgt und prinzipiell für jedes Setting geeignet ist. Es wird die Struktur des Programms und seine Durchführung erläutert und Fragen der Anpassung an unterschiedliche Settings diskutiert.