1646 – Cannabisabhängigkeit – Wenn nichts mehr geht, dann geht noch Elterncoaching

Hans Räbiger-Stratmann

Familien müssen sich in der Phase der Ablösung der Jugendlichen aus dem Elternhaus neu organisieren. Die für alle Beteiligten funktionale Weiterentwicklung bezogener Individuation wird dann beeinträchtigt, wenn der Konsum von Rauschmitteln wie Cannabis zu jener leidvollen familiären Selbstorganisation führt, die wir Suchtpräsenz nennen. Die Kommunikation über das Rauschmittel übernimmt in der Familie die Systemsteuerung. Das systemische Elterncoaching – Elternpräsenz statt Suchtpräsenz – vermittelt Eltern, wie sie selbst aus der Kommunikation „Suchtpräsenz“ aussteigen können und mit der Entwicklung elterlicher Präsenz so kommunizieren lernen, daß Jugendliche verstehen lernen, daß die Eltern ihnen ihre Autonomieentwicklung (Individuation) überlassen, sich aber gleichzeitig für ein gesundes Leben einsetzen müssen (Bezogenheit). Dieser Ansatz einer völlig neuen elterlichen Kommunikation zeigt sich hochwirksam in der Zielverfolgung, die eigenen Töchter und Söhne zum Einstellen des Konsums zu bewegen.

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