1708 – Von der Aggression zur Selbstbehauptung – ein dialogisches Konzept zur Gewaltprävention

Jürgen Bittner

Auf der Grundlage des dialogischen Menschenbildes Martin Bubers wurde für gewaltauffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene ein Projekt zur Gewaltprävention entwickelt: Von der Aggression zur Selbstbehauptung. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie man erlebte Angriffe so beantworten kann, dass man dabei die eigene Würde und die des Angreifers wahrt. Gewaltfrei und würdevoll. Den ProjektteilnehmerInnen wird als Alternative zu „Austeilen oder Einstecken“ das Prinzip der Selbstbehauptung vermittelt. Hiermit ist gemeint, als Person deutlich zu werden mit dem, was einem wichtig ist und was man möchte und was man nicht möchte, ohne den Anderen dabei abzuwerten oder anderweitig zu verletzen und davon unabhängig zu werden, was dann Andere von einem denken. Dass man die TeilnehmerInnen mit diesem Ansatz sehr gut erreichen kann, lässt sich u.a. an Rückmeldungen bei der Auswertung des Trainings erkennen, wie beispielsweise: „Durch das, was wir hier machen, kann ich keine Sch… mehr machen“, „Was wir hier machen ist nicht nur gegen Gewalt. Das ist was für’s Leben. Jeder sollte das machen“. Das Projekt eignet sich sowohl als Intervention für AngreiferInnen als auch als Prävention für alle Jugendlichen. Bei dem Workshop werden die Basics sowie im Rollenspiel einige Anwendungsmöglichkeiten vermittelt.

Referent/innen: