1714 – Anwendung des Modularen ICF Core Set für Substanzbezogene Störungen (MCSS)

Angela Buchholz, Maren Spies

Das ICF Core Set für Substanzbezogene Störungen (MCSS) wurde entwickelt, um die Funktionsfähigkeit von PatientInnen mit Substanzbezogenen Störungen zu beschreiben. Es enthält eine Reihe von gesundheitsbezogenen Aspekten (sog. Kategorien) der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Das Core Set erfasst dabei keine Symptome, sondern Alltagstätigkeiten und Lebensbereiche, in denen PatientInnen mit Substanzbezogenen Störungen typischerweise beeinträchtigt sein können. So können Informationen gesammelt werden, die für die Zielfindung und Behandlungsplanung hilfreich sind. Das MCSS ist modular aufgebaut: Es enthält ein Basismodul, das bereichsübergreifend eingesetzt werden kann, und fünf bereichsspezifische Module, die in bestimmten Versorgungssektoren zusätzlich eingesetzt werden können (Beratung, Qualifizierter Entzug, Eingliederungshilfe I, Medizinische Rehabilitation und Eingliederungshilfe II). Im Seminar sollen zunächst die notwendigen Grundlagen zum MCSS und seiner Anwendung vermittelt werden. Dies schließt eine kurze Einführung in die Anwendung der ICF mit ein. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Anwendung im klinischen Alltag. Zum Einsatz kommen Fallbeispiele, Kleingruppenübungen und Diskussionen. Als Ergebnis des Kurses sollen die Teilnehmenden das MCSS selbstständig bearbeiten können. TeilnehmerInnen erwerben Wissen über die Einschätzung von Funktionsfähigkeit und Umweltfaktoren nach der ICF und deren Kodierung im MCSS.