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1112 – Wieviel Deutsch braucht die qualifizierte Suchtbehandlung?

Christian Teichmann, Jutta Korosec Seit 2015 gibt es im Verein Dialog (Wien) die Möglichkeit, nicht-deutschsprachige PatientInnen mit Hilfe eines Life-Videodolmetschers zu behandeln. Dies half uns, den Ansturm asylsuchender Menschen mit einer Suchtproblematik zu bewältigen und ermöglichte, ihnen eine qualitativ hochwertige Abklärung und Behandlung zu bieten. Gleichzeitig ersparte es den Neuankömmlingen unnötige Irrwege. Die Erfahrungen zeigen, […]



1114 – Lebensrealität versus Präventionsideal – Macht Suchtprävention bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Sinn?

Patrizia Müller, Lisa Wessely Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gehören zu den Zielgruppen, die einer Suchtgefährdung verstärkt ausgesetzt sind. Durch die vielen nachteiligen Umstände wie Traumatisierungen, Ungewissheit über die Zukunft und das Wohlergehen der Familie, die plötzliche Verfügbarkeit von Alkohol und Kommunikationsschwierigkeiten sind sie mit diversen Risikofaktoren konfrontiert, die einen problematischen Konsum bzw. eine Suchtentstehung begünstigen. Jedoch […]



1116 – Trauma – Flucht – Sucht? Suchtprävention durch frühe Intervention bei minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen

Angelika Koshal Erfahrungsbericht über frühere und aktuelle jugendliche Flüchtlinge. Aus den Kriegs- und Krisengebieten kommen auch minderjährige unbegleitete Jugendliche zu uns nach Europa. Diese Jugendlichen fliehen, damit sie den Bomben und der Zwangsrekrutierung des IS oder anderer Terrormilizen entgehen. Diese Jugendlichen haben sowohl in ihrer Heimat, als auch während der gefährlichen Flucht, zahlreiche traumatische Situationen […]



1118 – Migration und Sucht, ein problemreiches Thema?

Andrea Punz-Nielson, Semrin Leidenfrost-Mordag Die Sucht- und Drogenkoordination Wien (SDW) ist für die Steuerung und Umsetzung von Maßnahmen entsprechend den Grundsätzen der Wiener Sucht- und Drogenstrategie 2013 in Wien zuständig und orientiert sich an dem übergeordneten Gesamtzweck des Sozial- und Gesundheitsbereiches: „Ziel ist ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden aller Menschen in Wien“ entsprechend […]



1120 – Suchtkranke mit Migrationshintergrund – Was kann gesetzliche Betreuung hier leisten?

Claudia Schlagloth-Kley, Rolf Jox Suchtkranke mit Migrationshintergrund kommen meist spät im Suchthilfesystem an. So wie die Suchtentwicklung aufgrund der besonderen Lebensbedingungen und der spezifischen kulturellen Sozialisation des Herkunftslandes anders als in der Mehrheitsgesellschaft verläuft, so unterschiedlich sind auch die zunächst eingesetzten Bewältigungsstrategien. Substanzabhängigkeit wird oft nicht als Krankheit gesehen und ist mit Angst und Scham […]



1122 – Ausländerrecht – Auswirkungen auf die Suchttherapie?

Rolf Jox, Michael Klein Sind SuchtklientInnen ausländische MitbürgerInnen, kann sich deren ausländerrechtlicher Status unmittelbar auf eine geplante oder durchgeführte Suchttherapie auswirken: Bestand eines Aufenthaltstitels, illegaler Aufenthalt, Auslaufen einer Duldung, drohende Abschiebung u. v. m. können suchttherapeutische Planungen durcheinanderbringen. Um vor unliebsamen Überraschungen bewahrt zu werden, sind Kenntnisse des Ausländerrechts unerlässlich. Geht es um Gründe, die […]



1204 – „Lieber Feste feiern als feste arbeiten?“ SuPStart – Ein Programm zur Alkoholprävention für Auszubildende (Teil 1)

Lisa Wessely, Ursula Zeisel Im Sinne einer wirkungsvollen Suchtprävention richtet sich das extern evaluierte Programm SuPStart an mehrere Zielgruppen (Auszubildende, AusbildnerInnen, Supportkräfte) und arbeitet multimethodisch. Mit jugendadäquaten und interaktiven Methoden (z. B. Forumtheater) reflektieren Auszubildende kritisch ihr Konsumverhalten, werden über die Rechtslage in Betrieben aufgeklärt und lernen Handlungsmöglichkeiten zu einem angemessenen Umgang mit Alkohol in […]



1208 – „Lieber Feste feiern als feste arbeiten?“ SuPStart – Ein Programm zur Alkoholprävention für Auszubildende – Praxisteil (Teil 2)

Ursula Zeisel, Lisa Wessely Im Sinne einer wirkungsvollen Suchtprävention richtet sich das extern evaluierte Programm an mehrere Zielgruppen (Auszubildende, AusbildnerInnen, Supportkräfte) und arbeitet multimethodisch. Mit jugendadäquaten und interaktiven Methoden (z. B. Forumtheater) reflektieren Auszubildende kritisch ihr Konsumverhalten, werden über die Rechtslage in Betrieben aufgeklärt und lernen Handlungsmöglichkeiten zu einem angemessenen Umgang mit Alkohol in der […]



1210 – InBetween – Ein neues Modell für Prävention

Jürgen Bittner Prävention als Persönlichkeitsbildung soll aus unserer Sicht zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb haben wir das Projekt InBetween geschaffen. InBetween ist ein filmbasiertes Projekt für dialogische Prävention. Es basiert auf Martin Bubers dialogischem Menschenbild. Es besteht aus dem Film InBetween und aus einem Handbuch zur Arbeit mit dem Film. Da sich missbräuchlicher Rauschmittelkonsum meistens […]



1212 – Was erleben Kinder alkoholkranker Eltern?

Heike Hinz In Familien, in denen zumindest ein Elternteil suchtkrank ist, übernehmen Kinder früh Verantwortung, es wird gelogen, Kinder schämen sich, sie vereinsamen. Dies hat Auswirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung. Die Folgen können emotionale Verflachung, Kontaktstörungen, Aggressivität und Unruhe, Unberechenbarkeit und Lernstörungen sein. Die Umwelt reagiert oft schon im Kindergarten und in der Schule auf die […]