Legale Drogen

1302 – Anticravingmittel in der Behandlung der Alkoholabhängigkeit

Christian Haasen Die Behandlung der Alkoholabhängigkeit konzentrierte sich über viele Jahre auf das Erlangen (Entzugsbehandlung) und Erhalten (Entwöhnungsbehandlung) einer Abstinenz, in der die Entzugsbehandlung als medizinische Aufgabe von den Krankenkassen und die Entwöhnungsbehandlung als Rehabilitationsmaßnahme von den Rentenversicherungen getragen wurde. Aufgabe aller Professionellen war es, die Betroffenen zu dieser Behandlungskette zu motivieren – dennoch wurde […]



1304 – Schmerzmittel: Segen oder Fluch

Heike Hinz Wir haben einen deutlichen Zuwachs der Einnahme von Analgetika in Deutschland. Opioide, die immer häufiger für gängige orthopädische Erkrankungen verordnet werden, haben bei einer Daueranwendung keine schmerzlindernde Wirksamkeit. So steigt die Schmerzempfindlichkeit der Betroffenen, es entsteht eine Schmerzkrankheit. Versuche durch Operationen, Erhöhung der Dosis und Wechsel des Präparats doch noch Hilfe zu finden, […]



1306 – Change Your Smoking – ein zieloffenes Programm zur Veränderung des Tabakkonsums

Matthias Nanz Das Ziel der Konsumreduktion rückt vermehrt in den Fokus und ist z.B. im Bereich Alkohol eine von den Krankenkassen anerkannte Behandlungsoption. Im Bereich des Tabakkonsums ist der Ansatz der Reduktion bisher noch nicht etabliert. Hier gilt nach wie vor die Abstinenz als allein sinnvolles und mögliches Ziel der Veränderung. Dadurch werden viele RaucherInnen […]



1308 – Legal – oftmals frei erhältlich – Lieferung nach Hause möglich: Medikamente als Rauschmittel

Heinrich Elsner Frei käufliche Medikamente können als downer, als upper oder als Halluzinogen eingesetzt werden und die sogenannten harten Drogen zeitweilig oder ganz ersetzen. Die Qualität ist verlässlich hoch. Die Information über die Nutzungsmöglichkeiten werden oftmals im Internet weiterverbreitet. Das Seminar will zu diesem boomenden Markt informieren.



1310 – Tabakentwöhnung bei psychisch komorbiden Rauchern

Jochen Mutschler Das Alkaloid Nikotin vermittelt die psychotrope Wirkung von Tabak. Das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist individuell unterschiedlich ausgeprägt. Neben genetischen spielen Umwelt- und soziale Faktoren in der Pathogenese von Suchterkrankungen eine wichtige Rolle. Zusätzlich fallen bei der Abhängigkeitsentwicklung verschiedene psychologische Mechanismen ins Gewicht: Nikotin wirkt kurzfristig stimulierend, konzentrationsfördernd, sedierend, appetitmindernd, antidepressiv und […]



1312 – Legal – eingeschränkt erhältlich – Risiken und Nebenwirkungen kaum bekannt: Methadon

Heinrich Elsner Methadon hat – wie die anderen Substitutionsmittel in der Opioidersatzstofftherapie auch – spezifische Wirkungen und Nebenwirkungen; letztere werden in der Medizin als UAW = unerwünschte Arzneimittelwirkungen bezeichnet. Gerade die UAW sind selten bekannt, z.B. das Serotonin-Syndrom. Das Seminar will zu den basics informieren. Die aktuelle Diskussion um den Einsatz im Rahmen der Therapie […]



1314 – Legal – überall erhältlich – bereits beim Erstkonsum potenziell tödlich: Schnüffelstoffe

Heinrich Elsner Schnüffelstoffe sind sogenannte Einstiegsdrogen und werden bereits im Kindes- und Jugendalter konsumiert. Sie sind preiswert, ohne Dealer zu erhalten und in den (üblichen) Drogenscreenings nicht nachweisbar. Aus letzterem Grund werden sie auch bevorzugt genutzt in Settings mit hohem Überwachungs- bzw. Kontrollgrad, z.B. in Psychiatrien, in Suchtfachkliniken etc.. Das Seminar will zu diesen unbekannten […]



1316 – Medikamentenabhängigkeit

Rüdiger Holzbach Abhängige von Non-Benzodiazepinen und Benzodiazepinen gibt es viele, aber nur wenige sehen sich als abhängig und wollen entzogen werden. Anhand des Fünf-Phasen-Modells des Langzeitkonsums von Benzodiazepinen lassen sich die „Widerstände“ gegen einen Entzug leicht umschiffen, da die für die PatientInnen spürbaren Folgen der Langzeiteinnahme als Folge der Medikamente und nicht der Grunderkrankung benannt […]



1318 – „Wie krieg ich meinen Lappen wieder?“

Heidrun Sperling Wurde die Fahrerlaubnis wegen Auffälligkeiten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entzogen, ist in der Regel ein medizinisch-psychologisches Gutachten mit positiver Verhaltensprognose nötig, um wieder in den Besitz des Führerscheins zu kommen. Da im Bereich der Fahreignungsbegutachtung teilweise andere Kriterien für eine günstige Verhaltens-/Abstinenzprognose gelten als in therapeutischen Kontexten, ist die Kenntnis der jeweiligen Anforderungen […]



1320 – Sucht und Sexualität – Mann (S)sucht Liebe. Untersuchungsergebnisse und Praxiserfahrungen

Joachim J. Jösch Wie wichtig sind gelingende Partnerschaft, Liebe und erfüllende Sexualität besonders für die Zeit nach der Sucht-Reha und die Stabilisierung der Abstinenz? 57% aller Suchtrehabilitanden sind alleinstehend. Die meisten wünschen sich eine Partnerschaft. Was, wenn sich keine Partnerin oder Partner* findet? Im Fachkrankenhaus Vielbach wurden Patienten umfassend und anonym zum Thema befragt. Die […]