Therapieverfahren

1620 – Psychoedukation, Rückfallmanagement und Rückfallprophylaxe bei Vorliegen der Doppel-diagnose Schizophrene Psychose und Sucht – Das GOAL-Behandlungsprogramm

Roberto D’Amelio In dem Seminar werden praxisnah aktuelle störungsspezifische Therapieansätze und -Programme zur Rückfallprophylaxe und zum Rückfallmanagement bei PatientInnen mit der Doppeldiagnose schizophrene Psychose und Sucht dargestellt, mit Fokus auf dem Behandlungsprogramm „GOAL- Gesund Ohne Abhängigkeit Leben“. Des Weiteren soll auf die Besonderheiten der therapeutischen Haltung und der Beziehungsgestaltung bei dieser Gruppe von Patienten und […]



1622 – Akzeptanzorientierte Drogenarbeit in der stationären Suchthilfe – Chancen und Grenzen

Barbara Gegenhuber Psychosoziale Stabilisierung, Hintanhalten von Folgeschäden und Verbesserung des Gesundheitszustandes sind nur einige Ziele akzeptanzorientierter Drogenarbeit. Während eher akzeptierende Angebote aus der ambulanten Suchthilfe nicht mehr wegzudenken sind, werden diese in der stationären Suchthilfe oft noch kritisch hinterfragt. Die stationäre Suchthilfe ist durch die lange vorherrschende Orientierung am Abstinenzparadigma ideologisch auf Drogenfreiheit, sowie damit […]



1624 – Mann-Sein-Nüchtern: Ein erlebensorientiertes Gruppenangebot für suchtkranke Männer

Peter Hotz Männer verursachen den größten Anteil an Gewaltverbrechen und tödlichen Verkehrsunfällen unter Suchtmitteleinfluss, machen drei Viertel der Drogen-und Alkoholtoten und die Mehrzahl der Patienten in Suchtkliniken aus. Gleichzeitig existieren geschlechtsspezifische Behandlungsangebote in akuten Entzugskliniken vor allem für Frauen. Vor diesem Hintergrund haben wir ein gruppentherapeutisches Behandlungskonzept speziell für suchtkranke Männer entwickelt, das auch im […]



1626 – Psychotherapie und Substitution – Psychotherapie mit suchtkranken, traumatisierten Menschen

Angelika Koshal Praxisnahe Fallbeispiele werden die psychotherapeutischen Interventionen, sowie einige theoretische Hintergründe verdeutlichen. Zahlreiche internationale Studien, wie die ACE-Studie (Adversive Childhood-Experiences) von Felitti et al., 2000, belegen die Zusammenhänge zwischen der Entstehung einer Suchterkrankung und belastenden Lebensereignissen in Kindheit und Jugend. Betrachtet man diese Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothese der Selbstmedikation (Khantzian, 1985), nach […]



1628 – Psychotherapie und Substitution – Durch Ressourcenaufbau Resilienz stärken und Rückfallrisiken mindern

Angelika Koshal Die ACE-Studie (Adversive Childhood-Experiences) von Felitti et al., 2000, weist nach, dass die Häufung problematischer Erlebnisse in Kindheit und Jugend das Risiko einer späteren Suchterkrankung deutlich erhöhen: Je mehr Belastungsfaktoren, desto höher das Risiko. Die Ergebnisse der Resilienzforschung (Emmy Werner, 1999) wiederum verdeutlichen, dass durch ein gezieltes Training fehlende Resilienzfaktoren aufgebaut werden können. […]



1630 – Umgang mit Konsum und Konsumrückfällen in der Jugendhilfeeinrichtung Freedom

Benjamin Lettl Die Jugendhilfeeinrichtungen Freedom therapiert suchtgefährdete und suchtkranke und/oder verhaltensauffällige Jugendliche und Heranwachsende in einem zu Beginn in der Regel einjährigen vollstationären und anschließend einem mindestens halbjährigem soziotherapeutischen (entspricht Adaption) Setting. Der Vortrag soll die Konfliktfelder in Bezug auf die Regelungen des Konsums von legalen Suchtmitteln (Tabak und Alkohol) und legalen Verhaltenssüchten (Internet, Glücksspiel, […]



1632 – DBT in der Suchtbehandlung: das Skillstraining in der Einzeltherapie und in der Pflege nach dem „Göttinger Modell“

Francesca Scarpinato-Hirt, Daniel Seeber Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist eine kognitiv-behavioral orientierte Therapieform, die gleichzeitig Akzeptanz für dysfunktionale Verhaltensweisen bei psychischen Störungen und dessen Veränderung bewirken will. Im „Göttinger Modell“ wurde das DBT-Skills-Manual so überarbeitet, dass die Suchterkrankung im therapeutischen Fokus steht. Die DBT stellt modifiziert in der Suchttherapie eine erfolgversprechende Ergänzung der konventionellen Therapieansätze […]



1634 – Yoga in der Suchttherapie

Eva Pawlas Wie sieht die praktische und erfolgreiche Anwendung von Yoga im qualifizierten Entzug aus? Ein anwendungsbezogener Vortrag zum Thema therapeutisches Yoga im stationären Suchtbereich, mit Bericht über die in 2016 durchgeführte Studie zu diesem Thema. Kundalini Yoga wird seit fast 10 Jahren im klinischen Alkoholentzug (Asklepios Westklinikum) als eine erfolgreiche begleitende Therapieform angewendet. Yoga […]



1636 – Integrated Duals disorder treatment – Integrierte Behandlung bei Patienten mit Doppeldiagnose

Hella Schulte-Wefers In den vergangenen Jahren hat das gleichzeitige Auftreten von Abängigkeitserkrankungen und komorbiden psychischen Störungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das Doppeldiagnosezentrum in Den Haag/ Niederlande bietet für diese Zielgruppe ein Spezialprogramm mit integrativem Ansatz: Integrated Dual Disorder treatment (IDDT). IDDT liegt die Methode des Motivational Interviewing (MI) und das Phasenmodell einer Verhaltensänderung von Prochaska […]



1638 – Stabilisierende Gruppenbehandlung bei traumatisierten Suchtkranken

Henrike Dirks, Ingo Schäfer Zwischen Traumatisierungen und Substanzmissbrauch bestehen deutliche Zusammenhänge. So weisen mindestens ein Drittel bis die Hälfte aller Personen mit Suchtproblemen in ihrer Biografie gravierende Traumatisierungen auf. Bei bestimmten Gruppen von PatientInnen finden sich traumatische Erfahrungen noch deutlich häufiger. Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Folgen dieser Erlebnisse bei einem Teil der Betroffenen […]