Donnerstag 09.00-10.30

1106 – Drogenkleinhandel und (organisierte) Kriminalität – Forschungsergebnisse und Konsequenzen für Politik und Praxis

Bernd Werse Das Seminar stellt Ergebnisse eines deutsch-österreichischen Forschungskonsortiums mit dem Titel „Drogenkleinhandel und organisierte Kriminalität“ (DROK) vor: Ein Vergleich unterschiedlicher Typen profitorientierter Kleindealer auf Basis von 40 qualitativen Interviews, Resultate aus einer Online-Befragung von knapp 3.000 erfahrenen KonsumentInnen illegaler Drogen, sowie Ergebnisse einer Analyse von Darknet-Märkten, Foren und ähnlichen Onlinequellen zum Drogenhandel im Internet. […]



1124 – Regulierung des Cannabis-Marktes – der Vorschlag aus Hamburg

Cornelia Kost, Linda Heitmann Herstellung, Handel, Vertrieb und Besitz von Cannabis sind verboten und werden in der Bundesrepublik strafrechtlich verfolgt. Seit etlichen Jahren wird immer wieder bezweifelt, ob die prohibitive Drogenpolitik ihre Ziele wirklich erreicht. In Deutschland stellt sich im Hinblick auf den Umgang mit Cannabis die Frage nach politischen Änderungsbedarfen, da ein Großteil des […]



1304 – Schmerzmittel: Segen oder Fluch

Heike Hinz Wir haben einen deutlichen Zuwachs der Einnahme von Analgetika in Deutschland. Opioide, die immer häufiger für gängige orthopädische Erkrankungen verordnet werden, haben bei einer Daueranwendung keine schmerzlindernde Wirksamkeit. So steigt die Schmerzempfindlichkeit der Betroffenen, es entsteht eine Schmerzkrankheit. Versuche durch Operationen, Erhöhung der Dosis und Wechsel des Präparats doch noch Hilfe zu finden, […]



1308 – Legal – oftmals frei erhältlich – Lieferung nach Hause möglich: Medikamente als Rauschmittel

Heinrich Elsner Frei käufliche Medikamente können als downer, als upper oder als Halluzinogen eingesetzt werden und die sogenannten harten Drogen zeitweilig oder ganz ersetzen. Die Qualität ist verlässlich hoch. Die Information über die Nutzungsmöglichkeiten werden oftmals im Internet weiterverbreitet. Das Seminar will zu diesem boomenden Markt informieren.



1316 – Medikamentenabhängigkeit

Rüdiger Holzbach Abhängige von Non-Benzodiazepinen und Benzodiazepinen gibt es viele, aber nur wenige sehen sich als abhängig und wollen entzogen werden. Anhand des Fünf-Phasen-Modells des Langzeitkonsums von Benzodiazepinen lassen sich die „Widerstände“ gegen einen Entzug leicht umschiffen, da die für die PatientInnen spürbaren Folgen der Langzeiteinnahme als Folge der Medikamente und nicht der Grunderkrankung benannt […]



1502 – Update Stimulanzien: Aktuelles zu Methamphetamin aus der Drogenentwöhnungsbehandlung

Willem Hamdorf, Maik Schacht-Jablonowsky In den letzten Jahren erreichen PatientInnen mit einer Abhängigkeit von Stimulanzien vom Amphetamintyp das Suchthilfesystem. In der Drogenhilfe hat das zu einer Veränderung der Patientenstruktur geführt. Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, unter anderem aus dem Versorgungssystem in Deutschland, sind in die Therapie eingeflossen. Das Seminar möchte einen selektiven Literaturüberblick über neueste […]



1605 – Fallseminar

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Dieses Seminar richtet sich an alle, die erste Erfahrungen mit MI haben (z.B. nach der Teilnahme an einem MI-Workshop) und die ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Kommunikationsstil reflektieren und vertiefen möchten. Anhand von eigenem Material und konkreten Fallbeispielen werden in Rollenspielen Chancen und Grenzen dieser Therapietechnik bearbeitet und anschließend reflektiert. Dabei […]



1614 – Die systematische Konsum- und Zielerklärung als zentrales Element zieloffener Suchtarbeit

Matthias Nanz In der Zieloffenen Suchtarbeit (ZOS) werden KlientInnen darin unterstützt, Veränderungen in der von ihnen gewünschten Richtung vorzunehmen (Abstinenz, Reduktion, Harm Reduction etc.). In der ZOS werden im ersten Schritt systematisch die konsumierten Substanzen/Suchtverhaltensweisen abgeklärt und ihm zweiten Schritt substanzweise die angestrebten Ziele erarbeitet. Grundlage der Gesprächsführung ist dabei das Motivational Interviewing. Für die […]



1646 – Cannabisabhängigkeit – Wenn nichts mehr geht, dann geht noch Elterncoaching

Hans Räbiger-Stratmann Familien müssen sich in der Phase der Ablösung der Jugendlichen aus dem Elternhaus neu organisieren. Die für alle Beteiligten funktionale Weiterentwicklung bezogener Individuation wird dann beeinträchtigt, wenn der Konsum von Rauschmitteln wie Cannabis zu jener leidvollen familiären Selbstorganisation führt, die wir Suchtpräsenz nennen. Die Kommunikation über das Rauschmittel übernimmt in der Familie die […]



1708 – Von der Aggression zur Selbstbehauptung – ein dialogisches Konzept zur Gewaltprävention

Jürgen Bittner Auf der Grundlage des dialogischen Menschenbildes Martin Bubers wurde für gewaltauffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene ein Projekt zur Gewaltprävention entwickelt: Von der Aggression zur Selbstbehauptung. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie man erlebte Angriffe so beantworten kann, dass man dabei die eigene Würde und die des Angreifers wahrt. Gewaltfrei und […]