Dienstag 10.45-12.15

1116 – Legal, illegal, egal? Oder auch nicht? – Welchen Einfluss hat die (Il)legalität von Substanzen auf die Suchtberatung und -prävention?

Barbara Waidhofer, Lisa Wessely In Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern herrscht ein reger Diskurs über die Legalisierung von Cannabis und anderen Substanzen. Die gesellschaftliche Akzeptanz steigt und der Einsatz von psychoaktiven Substanzen in der Medizin und Psychotherapie nimmt zu. Dem gegenüber stehen Verschärfungen gesetzlicher Regelungen für den Gebrauch von Alkohol und Tabak. Was bedeuten […]



1208 – Kiffen am Abend und mittags Bier in der Kantine?

Kristin Hupfer Betriebliche Suchtprävention im Spannungsfeld zwischen Umsetzung betrieblicher Regelungen, Gesundheitsförderung, Arbeitssicherheit und Schweigepflicht. Schon geringe Mengen an Alkohol bzw. Drogen beeinträchtigen die Arbeitsfähigkeit und erhöhen die Unfallgefährdung am Arbeitsplatz. Schon 0,5 Promille verdoppeln im Straßenverkehr das Unfallrisiko. Trotzdem wird in vielen Betrieben ein moderater Alkoholkonsum geduldet. Anders bei illegalisierten Drogen: Schon ein positiver Urintest […]



1212 – Kein Fluch auf die nächste Generation – Suchtprävention für Kinder aus suchtbelasteten Familien.Teil 2: kleiner Leuchtturm – Gruppenangebot für fremduntergebrachte Kinder

Nadja Springer, Ursula Zeisel Die psychische Gesundheit bzw. Resilienz der Kinder aus suchtbelasteten Familien erhält sowohl in der Forschung als auch in der täglichen Arbeit der Suchtbehandlung in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit. Bei diesem Gruppenangebot handelt es sich um ein innovatives, theoriegeleitetes Angebot für fremduntergebrachte Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ziel ist es den Kindern […]



1318 – „Wie krieg ich meinen Lappen wieder?“

Heidrun Sperling Wurde die Fahrerlaubnis wegen Auffälligkeiten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entzogen, ist in der Regel ein medizinisch-psychologisches Gutachten mit positiver Verhaltensprognose nötig, um wieder in den Besitz des Führerscheins zu kommen. Da im Bereich der Fahreignungsbegutachtung teilweise andere Kriterien für eine günstige Verhaltens-/Abstinenzprognose gelten als in therapeutischen Kontexten, ist die Kenntnis der jeweiligen Anforderungen […]



1324 – Medizinische und soziale Rehabilitation für suchtkranke Wohnungslose – Inklusion ist möglich!

Joachim J. Jösch Suchtkranke Wohnungslose sind von multiplen Inklusionsschwierigkeiten betroffen: Psychische, soziale und justizielle Beeinträchtigungen verstärken sich in ihrer exkludierenden Wirkung wechselseitig. Meist gelingt den Betroffenen die Nutzung des Suchthilfesystems nicht. Doch erst der Zugang und die Inanspruchnahme (sucht-)medizinischer Hilfen schaffen die entscheidenden Voraussetzungen für die Realisierung von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Die […]



1328 – Koffein: Genussmittel oder Suchtmittel

Wolfgang Beiglböck Koffein ist die mit am Abstand am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz weltweit, die auch ohne weitere Bedenken an Kinder und Jugendliche vermarktet wird. In den letzten 10 Jahren hat sich der Konsum von Energydrinks in manchen europäischen Ländern mehr als verdoppelt, wobei auch zunehmend Getränke mit immer höherem Koffeingehalt angeboten werden. Einige Studien […]



1508 – Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit

Hartmut Klos Rückfallprophylaxe in der Behandlung von drogenabhängigen Menschen muss frühzeitig, systematisch und psychoedukativ erfolgen und neben Rückfallvorbeugung und Rückfallmanagement das Ziel haben, die Betroffenen zu ExpertInnen ihrer eigenen Erkrankung zu machen. In dem Seminar wird das erste strukturierte Trainingsprogramm zur Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit (RPT) vorgestellt. Es wird ein aktueller Überblick zum wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund gegeben […]



1512 – Neue Psychoaktive Substanzen: Ein Update für die Praxis

Sascha Milin, Ingo Schäfer Einer steigenden Anzahl von kaum erforschten Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS) steht die Unsicherheit der Suchthilfe gegenüber, wie die Konsumrisiken einzuschätzen sind und wie eine Prävention aussehen könnte. Der Workshop liefert eine verständliche Einführung in die Substanzkunde der wichtigsten Stoffgruppen. Es werden regionale Besonderheiten und Entwicklungen besprochen, etwa das Auftreten von Neuen […]



1620 – Psychoedukation, Rückfallmanagement und Rückfallprophylaxe bei Vorliegen der Doppel-diagnose Schizophrene Psychose und Sucht – Das GOAL-Behandlungsprogramm

Roberto D’Amelio In dem Seminar werden praxisnah aktuelle störungsspezifische Therapieansätze und -Programme zur Rückfallprophylaxe und zum Rückfallmanagement bei PatientInnen mit der Doppeldiagnose schizophrene Psychose und Sucht dargestellt, mit Fokus auf dem Behandlungsprogramm „GOAL- Gesund Ohne Abhängigkeit Leben“. Des Weiteren soll auf die Besonderheiten der therapeutischen Haltung und der Beziehungsgestaltung bei dieser Gruppe von Patienten und […]



1720 – „Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“ – Abhängigkeit und Fahrerlaubnis

Frank Hagenow Menschen mit Abhängigkeitsdiagnosen haben häufig im Laufe ihrer Erkrankung den Führerschein verloren. Für eine gelungene und stabile Integration in ein suchtfreies (Berufs-) Leben spielt die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis eine große Rolle. Auf dem Weg dahin gilt es allerdings oftmals noch, die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) als letzte große Hürde zu überwinden. Welches sind hierbei […]