Donnerstag 10.45-12.15

1122 – Legal – illegal – shitegal

Jürgen Meisenbach Zunehmend mehr Länder bekennen sich zum Scheitern der herkömmlichen Drogenpolitik und versuchen andere Wege zu beschreiten. KritikerInnen werfen LiberalisierungsbefürworterInnen vor, sie würden Drogen verharmlosen und falsche Signale senden. Selbst wenn eine völlige Freigabe von Cannabis nicht nur zu einer Entkriminalisierung sondern auch zu einem verantwortlichen Konsum der Substanz führt, wird es zukünftig Menschen […]



1126 – Umgang mit Benzodiazepine und Lyrica

Jochen Brack Viele substituierte Drogenabhängige konsumieren neben dem Heroin Benzodiazepine und/oder zunehmend auch Pregabalin (Lyrica). Den Benzodiazepinen und Pregabalin kommt eine besondere Rolle in den Konsummustern von Heroinabhängigen zu. Der Workshop soll sich u.a. mit den Fragen befassen, warum Heroinabhängige und andere Abhängigkeitserkrankte, noch einen zusätzlichen Konsum, insbesondere von Benzodiazepinen oder Lyrica betreiben sowie zur […]



1316 – Medikamentenabhängigkeit

Rüdiger Holzbach Abhängige von Non-Benzodiazepinen und Benzodiazepinen gibt es viele, aber nur wenige sehen sich als abhängig und wollen entzogen werden. Anhand des Fünf-Phasen-Modells des Langzeitkonsums von Benzodiazepinen lassen sich die „Widerstände“ gegen einen Entzug leicht umschiffen, da die für die PatientInnen spürbaren Folgen der Langzeiteinnahme als Folge der Medikamente und nicht der Grunderkrankung benannt […]



1502 – Update Stimulanzien: Aktuelles zu Methamphetamin aus der Drogenentwöhnungsbehandlung

Willem Hamdorf, Maik Schacht-Jablonowsky In den letzten Jahren erreichen PatientInnen mit einer Abhängigkeit von Stimulanzien vom Amphetamintyp das Suchthilfesystem. In der Drogenhilfe hat das zu einer Veränderung der Patientenstruktur geführt. Neue Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien, unter anderem aus dem Versorgungssystem in Deutschland, sind in die Therapie eingeflossen. Das Seminar möchte einen selektiven Literaturüberblick über neueste […]



1514 – Soziales Wohlbefinden im Rahmen des ganzheitlichen Gesundheitsbegriffs – Theorie und Wirklichkeit am Beispiel des Ambulant Betreuten Wohnens

Judith Eschert, Heinrich Elsner Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit wie folgt: „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Die Praxis im Ambulant Betreuten Wohnen zeigt allerdings, dass der Fokus zunehmend vom sozialen Wohlbefinden genommen werden muss, da Tätigkeiten und Hilfestellungen, die sich […]



1520 – ImpulsPunkt! – Ein Trainingsmanual zum gesünderen Umgang mit aggressiven Impulsen

Bernd Westermann Bei der Arbeit mit „gewaltaffinen“ Suchtkranken erhält das Thema Kontrollverlust unweigerlich eine zusätzliche inhaltliche Dimension und noch höhere Brisanz. Jenseits unmittelbar substanzbezogener Steuerungsprobleme gerät nun auch Aggression in den Fokus. Obwohl die Konfrontation mit Fremd- (und Selbst-)Gefährdungen in der Sucht- und Drogenhilfe kaum zu vermeiden ist, wird damit nicht selten im Ausschluss- oder […]



1605 – Fallseminar

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Dieses Seminar richtet sich an alle, die erste Erfahrungen mit MI haben (z.B. nach der Teilnahme an einem MI-Workshop) und die ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Kommunikationsstil reflektieren und vertiefen möchten. Anhand von eigenem Material und konkreten Fallbeispielen werden in Rollenspielen Chancen und Grenzen dieser Therapietechnik bearbeitet und anschließend reflektiert. Dabei […]



1614 – Die systematische Konsum- und Zielerklärung als zentrales Element zieloffener Suchtarbeit

Matthias Nanz In der Zieloffenen Suchtarbeit (ZOS) werden KlientInnen darin unterstützt, Veränderungen in der von ihnen gewünschten Richtung vorzunehmen (Abstinenz, Reduktion, Harm Reduction etc.). In der ZOS werden im ersten Schritt systematisch die konsumierten Substanzen/Suchtverhaltensweisen abgeklärt und ihm zweiten Schritt substanzweise die angestrebten Ziele erarbeitet. Grundlage der Gesprächsführung ist dabei das Motivational Interviewing. Für die […]



1646 – Cannabisabhängigkeit – Wenn nichts mehr geht, dann geht noch Elterncoaching

Hans Räbiger-Stratmann Familien müssen sich in der Phase der Ablösung der Jugendlichen aus dem Elternhaus neu organisieren. Die für alle Beteiligten funktionale Weiterentwicklung bezogener Individuation wird dann beeinträchtigt, wenn der Konsum von Rauschmitteln wie Cannabis zu jener leidvollen familiären Selbstorganisation führt, die wir Suchtpräsenz nennen. Die Kommunikation über das Rauschmittel übernimmt in der Familie die […]



1708 – Von der Aggression zur Selbstbehauptung – ein dialogisches Konzept zur Gewaltprävention

Jürgen Bittner Auf der Grundlage des dialogischen Menschenbildes Martin Bubers wurde für gewaltauffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene ein Projekt zur Gewaltprävention entwickelt: Von der Aggression zur Selbstbehauptung. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie man erlebte Angriffe so beantworten kann, dass man dabei die eigene Würde und die des Angreifers wahrt. Gewaltfrei und […]