Dienstag 14.30-16.00

1112 – Rausch & Konsumkompetenz – ein Paradox

Toni Berthel, Silvia Gallego Nach der Aufgabe des Verbotsparadigmas hielt das Konzept der Konsumkompetenz Einzug in die (Schweizer) Suchtprävention. Kompetenzorientierung und Mäßigung reihen sich ein in die Hochkonjunktur eines libertären Paternalismus. Der Rausch aber schliesst Konsumkompetenz kategorisch aus: Verlangt sie nach Kontrolle und Mässigung, bedeutet Rausch Exzess und Maßlosigkeit. Kulturell zeigt sich der Rausch nicht […]



1216 – FASD – noch immer vielfach unbekannt

Andreas D. Meyer FASD ist die einzige 100% vermeidbare Behinderung. Immer noch glauben viele Frauen oder wird ihnen von der Frauenärztin oder vom Frauenarzt erzählt, dass ein Gläschen in Ehren während der Schwangerschaft kein Problem darstelle. Immer noch gibt es bei Kindern und Jugendlichen Fehldiagnosen mit ADHS. Immer noch gibt es viele Kinder, die falsch […]



1218 – Schneller, schöner, besser – Suchtprävention in Zeiten der Selbstoptimierung

Lisa Wessely, Nadja Springer Dynamisch, flexibel, leistungsfähig, kompetent – das alles sind Begriffe, die in unserer Gesellschaft positiv konnotiert sind. Von Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird viel verlangt und diese verlangen viel von sich selbst. Das hat auch Auswirkungen auf ihren Substanzkonsum. Der Anstieg des Konsums aufputschender Substanzen in den letzten Jahren ist offensichtlich, der […]



1220 – Party – Prüfungen – Perspektiven – Ergebnisse der JEBUS-Studie

Philipp Hiller, Theo Baumgärtner Neben klassischen Konsummotiven wie dem Freizeitvergnügen und der Verdrängung von Perspektivlosigkeit gerät auch der Substanzkonsum zur Leistungssteigerung – gerade unter jungen Erwachsenen – immer stärker in den Fokus. Aufbauend auf jahrelangen Erfahrungen mit Befragungen von Schülerinnen und Schülern hat SUCHT.HAMBURG im Auftrag der BZgA in 2016 und 2017 über 11.000 junge […]



1310 – Tabakentwöhnung bei psychisch komorbiden Rauchern

Jochen Mutschler Das Alkaloid Nikotin vermittelt die psychotrope Wirkung von Tabak. Das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist individuell unterschiedlich ausgeprägt. Neben genetischen spielen Umwelt- und soziale Faktoren in der Pathogenese von Suchterkrankungen eine wichtige Rolle. Zusätzlich fallen bei der Abhängigkeitsentwicklung verschiedene psychologische Mechanismen ins Gewicht: Nikotin wirkt kurzfristig stimulierend, konzentrationsfördernd, sedierend, appetitmindernd, antidepressiv und […]



1318 – „Wie krieg ich meinen Lappen wieder?“

Heidrun Sperling Wurde die Fahrerlaubnis wegen Auffälligkeiten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entzogen, ist in der Regel ein medizinisch-psychologisches Gutachten mit positiver Verhaltensprognose nötig, um wieder in den Besitz des Führerscheins zu kommen. Da im Bereich der Fahreignungsbegutachtung teilweise andere Kriterien für eine günstige Verhaltens-/Abstinenzprognose gelten als in therapeutischen Kontexten, ist die Kenntnis der jeweiligen Anforderungen […]



1326 – Naturgestützte stationäre Sucht-Rehabilitation

Joachim J. Jösch Natur erleben, Tiere versorgen, im Garten arbeiten – all das übt eine heilsame Wirkung auf Menschen aus, zumal auf Suchtkranke, die entwurzelt und auf der Suche nach ‚Erdung‘ sind. Wie Tiere und Naturelemente zielgerichtet und wirksam in die medizinische Rehabilitation von Abhängigkeitskranken integriert werden können, zeigt das Beispiel des Fachkrankenhauses Vielbach. Zielgerichtet […]



1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Behandlung von Suchterkrankungen

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1620 – Psychoedukation, Rückfallmanagement und Rückfallprophylaxe bei Vorliegen der Doppel-diagnose Schizophrene Psychose und Sucht – Das GOAL-Behandlungsprogramm

Roberto D’Amelio In dem Seminar werden praxisnah aktuelle störungsspezifische Therapieansätze und -Programme zur Rückfallprophylaxe und zum Rückfallmanagement bei PatientInnen mit der Doppeldiagnose schizophrene Psychose und Sucht dargestellt, mit Fokus auf dem Behandlungsprogramm „GOAL- Gesund Ohne Abhängigkeit Leben“. Des Weiteren soll auf die Besonderheiten der therapeutischen Haltung und der Beziehungsgestaltung bei dieser Gruppe von Patienten und […]



1622 – Akzeptanzorientierte Drogenarbeit in der stationären Suchthilfe – Chancen und Grenzen

Barbara Gegenhuber Psychosoziale Stabilisierung, Hintanhalten von Folgeschäden und Verbesserung des Gesundheitszustandes sind nur einige Ziele akzeptanzorientierter Drogenarbeit. Während eher akzeptierende Angebote aus der ambulanten Suchthilfe nicht mehr wegzudenken sind, werden diese in der stationären Suchthilfe oft noch kritisch hinterfragt. Die stationäre Suchthilfe ist durch die lange vorherrschende Orientierung am Abstinenzparadigma ideologisch auf Drogenfreiheit, sowie damit […]