Dienstag 14.30-16.00

1306 – Tabakentwöhnung bei psychisch komorbiden Rauchern

Jochen Mutschler Das Alkaloid Nikotin vermittelt die psychotrope Wirkung von Tabak. Das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist individuell unterschiedlich ausgeprägt. Neben genetischen spielen Umwelt- und soziale Faktoren in der Pathogenese von Suchterkrankungen eine wichtige Rolle. Zusätzlich fallen bei der Abhängigkeitsentwicklung verschiedene psychologische Mechanismen ins Gewicht: Nikotin wirkt kurzfristig stimulierend, konzentrationsfördernd, sedierend, appetitmindernd, antidepressiv und […]



1310 – Wie die soziale Inklusion suchtkranker Wohnungsloser gelingen kann

Joachim Jösch Suchtkranke Wohnungslose sind von multiplen Inklusionsschwierigkeiten betroffen: Psychische, soziale und justizielle Beeinträchtigungen verstärken sich in ihrer exkludierenden Wirkung wechselseitig. Den Betroffenen gelingt die Nutzung des Suchthilfesystems eher selten. Doch erst der Zugang und die erfolgreiche Inanspruchnahme (sucht-)medizinischer Hilfen schaffen die Voraussetzungen für die Realisierung von Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Die Teilhabe […]



1604 – Gibt es ein „Suchtgedächtnis“ und lässt es sich löschen?

Falk Kiefer Die Dauerhaftigkeit suchtassoziierter Kognitions- und Verhaltensmuster deutet auf stabil verankerte Gedächtnisinhalte hin. Durch Hinweisreize getriggerte Rückfälle tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei und stellen auch nach Jahren der Abstinenz Herausforderungen in der Behandlung von Suchterkrankungen dar. Ein wichtiger Fortschritt im Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen sind jüngere Forschungsergebnisse, die auf eine Ähnlichkeit neuronaler […]



1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Suchtbehandlung

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1624 – Emotionsregulationsstrategien für Suchtpatienten mit Komorbidität

Kathrin Hildebrand, Isabel Englert Funktionale Emotionsregulation stellt für Suchtpatienten häufig eine große Schwierigkeit dar. Treten Komorbiditäten, zum Beispiel Traumafolgestörungen oder Persönlichkeitsstörungen auf, potenziert sich die Problematik, was sich auch auf die Beziehungsgestaltung, den Verlauf und das Ergebnis der Behandlung auswirkt. In diesem Seminar werden der Zusammenhang von Konsum und Emotionsregulationsfähigkeiten beleuchtet und Strategien in Anlehnung […]



1632 – Krisenintervention und Ressourcenaktivierung bei PTBS und komplexen Traumafolgestörungen

Sybille Teunißen Für eine wirkungsvolle Intervention bei PTBS und komplexen Traumafolgestörungen ist es wichtig, die Neurobiologie der Traumaverarbeitung und deren korrespondierende Auswirkungen im Erleben und Verhalten von betroffenen Menschen zu verstehen. Zusätzlich wird im Seminar zur besseren Einschätzung der traumaberzogenen Folgeerscheinungen die Theorie der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit dargestellt. Darauf aufbauend gibt es Gelegenheit, Grundlagen […]



1708 – „Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“ – Abhängigkeit und Fahrerlaubnis

Frank Hagenow Menschen mit Abhängigkeitsdiagnosen haben häufig im Laufe ihrer Erkrankung den Führerschein verloren. Für eine gelungene und stabile Integration in ein suchtfreies (Berufs-)Leben spielt die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis eine große Rolle. Auf dem Weg dahin gilt es allerdings oftmals noch, die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) als letzte große Hürde zu überwinden. Welches sind hierbei die […]



1803 – „Learning How to Ask“ – Ein Training zur Diagnostik und zum Umgang mit Berichten von Traumatisierungen

Annett Lotzin Personen mit Suchtproblemen haben häufig frühe Traumatisierungen in ihrer Biographie erfahren. Eine angemessene Diagnostik traumatischer Erfahrungen stellt die Voraussetzung dafür dar, dass betroffenen Personen traumabezogene Hilfen zur Verfügung gestellt werden können. Therapeuten und Berater sind jedoch häufig unsicher in der Diagnostik und im Umgang mit den traumatischen Erfahrungen Betroffener. Das eintätige „Learning How […]



1718 – Suchthilfe im Betrieb: Früh erkennen – sinnvoll intervenieren – effektiv vernetzen – nachhaltig handeln

Kristin Hupfer Menschen mit Suchtproblemen fehlen häufiger am Arbeitsplatz, sind öfter in Arbeitsunfälle verwickelt, verlieren nicht selten auch fachlich den Anschluss und werden so zunehmend als Störfaktor wahrgenommen. Der Arbeitsplatz ist prinzipiell für eine Intervention gut geeignet. Voraussetzung zum Gelingen des Prozesses ist das Vertrauen des Mitarbeiters und des Betriebes hinsichtlich der Kompetenz und Verschwiegenheit […]



1801 – Gruppenbehandlung bei traumatisierten Suchtkranken. Das Therapieprogramm „Sicherheit finden“

Henrike Dirks, Ingo Schäfer Zwischen Traumatisierungen und Suchterkrankungen bestehen deutliche Zusammenhänge. So musste die Hälfte bis zwei Drittel aller Personen mit Suchtproblemen alleine in Kindheit und Jugend massive Belastungen wie sexuelle oder körperliche Gewalt und Vernachlässigung erleben. Hinzu kommen oft wiederholte Gewalterlebnisse im Erwachsenenalter. Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Folgen dieser Erlebnisse bei einem […]