Donnerstag 14.30-16.00

1122 – Legal – illegal – shitegal

Jürgen Meisenbach Zunehmend mehr Länder bekennen sich zum Scheitern der herkömmlichen Drogenpolitik und versuchen andere Wege zu beschreiten. KritikerInnen werfen LiberalisierungsbefürworterInnen vor, sie würden Drogen verharmlosen und falsche Signale senden. Selbst wenn eine völlige Freigabe von Cannabis nicht nur zu einer Entkriminalisierung sondern auch zu einem verantwortlichen Konsum der Substanz führt, wird es zukünftig Menschen […]



1126 – Umgang mit Benzodiazepine und Lyrica

Jochen Brack Viele substituierte Drogenabhängige konsumieren neben dem Heroin Benzodiazepine und/oder zunehmend auch Pregabalin (Lyrica). Den Benzodiazepinen und Pregabalin kommt eine besondere Rolle in den Konsummustern von Heroinabhängigen zu. Der Workshop soll sich u.a. mit den Fragen befassen, warum Heroinabhängige und andere Abhängigkeitserkrankte, noch einen zusätzlichen Konsum, insbesondere von Benzodiazepinen oder Lyrica betreiben sowie zur […]



1306 – Change Your Smoking – ein zieloffenes Programm zur Veränderung des Tabakkonsums

Matthias Nanz Das Ziel der Konsumreduktion rückt vermehrt in den Fokus und ist z.B. im Bereich Alkohol eine von den Krankenkassen anerkannte Behandlungsoption. Im Bereich des Tabakkonsums ist der Ansatz der Reduktion bisher noch nicht etabliert. Hier gilt nach wie vor die Abstinenz als allein sinnvolles und mögliches Ziel der Veränderung. Dadurch werden viele RaucherInnen […]



1404 – Türkeistämmige Menschen und pathologisches Glücksspiel. Eine Herausforderung für Prävention und Suchthilfe

Sascha Milin, Damla Oekmen, Sven Buth Pathologisches Glücksspiel bei Menschen mit türkischem Migrationshintergrund stellt das Hilfesystem vor gravierende Herausforderungen. Zwar relativieren sich die Besonderheiten dieser Gruppe im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, sobald die Betroffenen nach dem Auftreten von nicht mehr zu bewältigenden existenziellen Folgen schließlich Hilfe in Anspruch nehmen, jedoch vergehen bis dahin häufig Jahrzehnte. Das […]



1520 – ImpulsPunkt! – Ein Trainingsmanual zum gesünderen Umgang mit aggressiven Impulsen

Bernd Westermann Bei der Arbeit mit „gewaltaffinen“ Suchtkranken erhält das Thema Kontrollverlust unweigerlich eine zusätzliche inhaltliche Dimension und noch höhere Brisanz. Jenseits unmittelbar substanzbezogener Steuerungsprobleme gerät nun auch Aggression in den Fokus. Obwohl die Konfrontation mit Fremd- (und Selbst-)Gefährdungen in der Sucht- und Drogenhilfe kaum zu vermeiden ist, wird damit nicht selten im Ausschluss- oder […]



1605 – Fallseminar

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Dieses Seminar richtet sich an alle, die erste Erfahrungen mit MI haben (z.B. nach der Teilnahme an einem MI-Workshop) und die ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Kommunikationsstil reflektieren und vertiefen möchten. Anhand von eigenem Material und konkreten Fallbeispielen werden in Rollenspielen Chancen und Grenzen dieser Therapietechnik bearbeitet und anschließend reflektiert. Dabei […]



1612 – Freiheit für das abhängige Gehirn – Freiheit für das Suchtgedächtnis

Eva Pawlas Langjährige Erfahrungen in der Suchttherapie zeigt, dass auch nach dem körperlichen Entzug weiterhin eine Abhängigkeit im Sinne eines „Suchtgedächtnisses“ besteht. Deshalb neigen viele Menschen mit einer Abhängigkeitsthematik, egal aus welcher Substanz- oder Verhaltensgruppe, auch nach Jahren der Abstinenz immer wieder zu Rückfällen. In dem Vortrag soll in knapper Form vermittelt werden, wie das […]



1626 – Psychotherapie und Substitution – Psychotherapie mit suchtkranken, traumatisierten Menschen

Angelika Koshal Praxisnahe Fallbeispiele werden die psychotherapeutischen Interventionen, sowie einige theoretische Hintergründe verdeutlichen. Zahlreiche internationale Studien, wie die ACE-Studie (Adversive Childhood-Experiences) von Felitti et al., 2000, belegen die Zusammenhänge zwischen der Entstehung einer Suchterkrankung und belastenden Lebensereignissen in Kindheit und Jugend. Betrachtet man diese Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothese der Selbstmedikation (Khantzian, 1985), nach […]



1642 – Psychiatrische Komorbidität und polytoxe Konsummuster bei Jugendlichen

Oliver Voß-Jeske, Bettina Wiese Welche Herausforderungen ergeben sich bei der gruppentherapeutisch ausgerichteten Suchtrehabilitation Jugendlicher? Dargestellt werden Erfahrungen mit der Implementierung individueller und indikativer Angebote als Ergänzung der gruppentherapeutischen und auf peer-to-peer-Erlebnissen beruhenden Ansätze im therapeutisch-pädagogischen Setting einer stationären Langzeitrehabilitation für Jugendliche. Die zunehmende Präsenz bzw. Berücksichtigung von jugendpsychiatrischen Komorbiditäten (u.a. Störung des Sozialverhaltens, ADHS, Traumafolgestörungen, […]



1646 – Cannabisabhängigkeit – Wenn nichts mehr geht, dann geht noch Elterncoaching

Hans Räbiger-Stratmann Familien müssen sich in der Phase der Ablösung der Jugendlichen aus dem Elternhaus neu organisieren. Die für alle Beteiligten funktionale Weiterentwicklung bezogener Individuation wird dann beeinträchtigt, wenn der Konsum von Rauschmitteln wie Cannabis zu jener leidvollen familiären Selbstorganisation führt, die wir Suchtpräsenz nennen. Die Kommunikation über das Rauschmittel übernimmt in der Familie die […]