Mittwoch 14.30-16.00

1104 – Suchtmittelkonsum junger unbegleiteter Flüchtlinge – Ergebnisse aus zwei Studien

Martina Schu, Heike Zurhold Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben besondere Schutzbedürfnisse, um sich in Deutschland integrieren zu können. Viele von ihnen leben in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe, in denen der Konsum von Substanzen zwar verboten ist, dennoch vorkommt. Über das Konsumverhalten der jungen Migrant*innen wissen wir jedoch wenig – zwei Studien arbeiten aktuell daran, dies zu […]



1116 – Trauma – Flucht – Sucht? Suchtprävention durch frühe Intervention bei minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen

Angelika Koshal Erfahrungsbericht über frühere und aktuelle jugendliche Flüchtlinge. Aus den Kriegs- und Krisengebieten kommen auch minderjährige unbegleitete Jugendliche zu uns nach Europa. Diese Jugendlichen fliehen, damit sie den Bomben und der Zwangsrekrutierung des IS oder anderer Terrormilizen entgehen. Diese Jugendlichen haben sowohl in ihrer Heimat, als auch während der gefährlichen Flucht, zahlreiche traumatische Situationen […]



1122 – Ausländerrecht – Auswirkungen auf die Suchttherapie?

Rolf Jox, Michael Klein Sind SuchtklientInnen ausländische MitbürgerInnen, kann sich deren ausländerrechtlicher Status unmittelbar auf eine geplante oder durchgeführte Suchttherapie auswirken: Bestand eines Aufenthaltstitels, illegaler Aufenthalt, Auslaufen einer Duldung, drohende Abschiebung u. v. m. können suchttherapeutische Planungen durcheinanderbringen. Um vor unliebsamen Überraschungen bewahrt zu werden, sind Kenntnisse des Ausländerrechts unerlässlich. Geht es um Gründe, die […]



1308 – Sucht und Sexualität – Mann (S)sucht Liebe. Welche Relevanz hat das für eine gelingende Suchtrehabilitation?

Joachim J. Jösch Wie wichtig sind gelingende Partnerschaft, Liebe und erfüllende Sexualität insbesondere im Hinblick auf die Zeit nach der Therapie und die Stabilisierung der Abstinenz? 57% aller Suchtrehabilitanden sind alleinstehend. Die meisten wünschen sich eine Partnerschaft. Was, wenn sich keine Partnerin findet? Im Fachkrankenhaus Vielbach wurden Patienten umfassenden und anonym zum Thema „Partnerschaft und […]



1316 – Anticravingmittel in der Behandlung der Alkoholabhängigkeit

Christian Haasen Die Behandlung der Alkoholabhängigkeit konzentrierte sich über viele Jahre auf das Erlangen (Entzugsbehandlung) und Erhalten (Entwöhnungsbehandlung) einer Abstinenz, in der die Entzugsbehandlung als medizinische Aufgabe von den Krankenkassen und die Entwöhnungsbehandlung als Rehabilitationsmaßnahme von den Rentenversicherungen getragen wurde. Aufgabe aller Professionellen war es, die Betroffenen zu dieser Behandlungskette zu motivieren – dennoch wurde […]



1402 – Internet-, Computer- und Smartphonesucht im Jugendalter

Christoph Möller In der DSM-5 wurde erstmals die Forschungsdiagnose „Internet Gaming Disorder“ aufgenommen. Fünf der folgenden 9 Kriterien müssen über einen Zeitraum von 12 Monaten erfüllt sein: 1. Gedankliche Vereinnahmung, 2. Entzugssymptome, 3. Toleranzentwicklung, 4. Kontrollverlust, 5. Verhaltensbezogene Vereinnahmung, 6. Fortgesetzter Gebrauch trotz negativer Konsequenzen, 7. Dissimulation, 8. Dysfunktionale Stressbewältigung, 9. Gefährdung und Verluste. In […]



1408 – Die Ausweglosigkeit des Glücksspielers

Heike Hinz Glücksspieler werden abhängig auf der Suche nach Thrill, Kompetenzerfahrung, Glück. Der Teufelskreis der Sucht führt in Unglück, Langeweile und Selbstverachtung. Es wird dargestellt, was die Erkrankung aufrecht erhält, wie ein Ausweg aussehen kann. Glücksspielabhängige „zocken“ nicht nur im direkten Umgang mit dem Glückspielautomaten. Dass das „Zocken“ schließlich den gesamten kommunikativen Raum einnimmt, macht […]



1502 – Substanzbezogene Trainingsprogramme für Substituierte in psychosozialer Betreuung

Bernd Westermann Noch immer sind über opiatabhängige Menschen Mythen in Umlauf: Ausnahmslos alle würden „Beigebrauch“ praktizieren, das sei halt nicht zu ändern. Abstinenz hätten Patienten und Behandler in stiller Übereinkunft völlig aus dem Blick verloren. Sie anzustreben, gilt manchem sogar als Körperverletzung, mindestens fahrlässig, also unverantwortbar. Die Wirklichkeit unterscheidet sich erheblich von dieser Fiktion. Man […]



1608 – Intensivseminar Motivational Interviewing

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Motivational Interviewing ist ein Interventionsstil, der in Kooperation mit dem Klienten der Bewältigung von Ambivalenzkonflikten dient. Entscheidend sind eine fachkompetente, empathische und zieloffene Haltung, frühzeitige Klärung der Rahmenbedingungen und ein spezifischer Gesprächsstil. Widerstand wird als Störung der Interaktion zwischen Patient und Berater und damit als Aufforderung zu kreativer therapeutischer Aktivität betrachtet. […]



1646 – Neurokontrolltraining und Achtsamkeitsübungen: Gemeinsamkeiten, Unterschiede und klinische Praxis

Robert Stracke, Thomas Hilge, Silke von Thun Vorgestellt und diskutiert werden zwei Zugangswege zur Veränderung von Hirnprozessen,  die  positive Effekte in klinischen Katamnesestudien und unter Laborbedingungen auf Emotionalität, Konzentration und Rückfallgeschehen belegen konnten. Beide Verfahren werden in unserer Klinik angewandt, die sich an der Multicenterstudie zum sogenannten „Neurokontrolltraining“ (NKT) mit gutem Erfolg beteiligt hat und […]