Zeiten

1112 – Rausch & Konsumkompetenz – ein Paradox

Toni Berthel, Silvia Gallego Nach der Aufgabe des Verbotsparadigmas hielt das Konzept der Konsumkompetenz Einzug in die (Schweizer) Suchtprävention. Kompetenzorientierung und Mäßigung reihen sich ein in die Hochkonjunktur eines libertären Paternalismus. Der Rausch aber schliesst Konsumkompetenz kategorisch aus: Verlangt sie nach Kontrolle und Mässigung, bedeutet Rausch Exzess und Maßlosigkeit. Kulturell zeigt sich der Rausch nicht […]



1114 – Suchtmittelgesetz: Handhabung und Erfahrungen aus Österreich

Ewald Höld, Semrin Leidenfrost-Mordag Im ISD Wien werden für die Gesundheitsbehörde wesentliche Aufgaben des Vollzuges des Suchtmittelgesetzes durchgeführt. Es sind dies die Erstdiagnostik, die Motivation für und die Durchführung der gesundheitsbezogenen Maßnahmen, teils im Institut und teils durch Zuweisung zu KooperationspartnerInnen. Über 2/3 der Anzeigen werden auf diese Art und Weise bearbeitet. Besondere Gruppen sind […]



1116 – Legal, illegal, egal? Oder auch nicht? – Welchen Einfluss hat die (Il)legalität von Substanzen auf die Suchtberatung und -prävention?

Barbara Waidhofer, Lisa Wessely In Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern herrscht ein reger Diskurs über die Legalisierung von Cannabis und anderen Substanzen. Die gesellschaftliche Akzeptanz steigt und der Einsatz von psychoaktiven Substanzen in der Medizin und Psychotherapie nimmt zu. Dem gegenüber stehen Verschärfungen gesetzlicher Regelungen für den Gebrauch von Alkohol und Tabak. Was bedeuten […]



1118 – Legal, illegal, Jugendlichen nicht egal – Ergebnisse der zurückliegenden SCHULBUS-Erhebungen

Theo Baumgärtner, Philipp Hiller Seit 2004 erhebt SUCHT.HAMBURG (ehemals Büro für Suchtprävention) in Hamburg und anderen Bundesländern im Rahmen der SCHULBUS-Studie (SchülerInnen- und Lehrkräftebefragungen zum Umgang mit Suchtmitteln) die epidemiologischen Entwicklungen im Bereich des jugendlichen Umgangs mit Rauschmitteln und die Situation bei substanzungebundenen Süchten. Im Jahr 2016/2017 sind fast 3.000 Schülerinnen und Schüler in Bremen […]



1120 – Der postmoderne Mensch: frei, mündig, selbstgesteuert oder doch nur überfordert und suchtgefährdet?

Michael Klein, Rolf Jox Der Umgang mit Substanzen stellt seit jeher eine besondere Herausforderung für das Menschsein dar. Wie können Menschen den Spagat zwischen Lust, Entgrenzung und Ekstase auf der einen Seite und möglichem Verlust von Freiheit und Kontrolle sowie der Entstehung von Sucht auf der anderen Seite erfolgreich bewältigen? Der gelingende Umgang mit Drogen […]



1122 – Legal – illegal – shitegal

Jürgen Meisenbach Zunehmend mehr Länder bekennen sich zum Scheitern der herkömmlichen Drogenpolitik und versuchen andere Wege zu beschreiten. KritikerInnen werfen LiberalisierungsbefürworterInnen vor, sie würden Drogen verharmlosen und falsche Signale senden. Selbst wenn eine völlige Freigabe von Cannabis nicht nur zu einer Entkriminalisierung sondern auch zu einem verantwortlichen Konsum der Substanz führt, wird es zukünftig Menschen […]



1124 – Regulierung des Cannabis-Marktes – der Vorschlag aus Hamburg

Cornelia Kost, Linda Heitmann Herstellung, Handel, Vertrieb und Besitz von Cannabis sind verboten und werden in der Bundesrepublik strafrechtlich verfolgt. Seit etlichen Jahren wird immer wieder bezweifelt, ob die prohibitive Drogenpolitik ihre Ziele wirklich erreicht. In Deutschland stellt sich im Hinblick auf den Umgang mit Cannabis die Frage nach politischen Änderungsbedarfen, da ein Großteil des […]



1126 – Umgang mit Benzodiazepine und Lyrica

Jochen Brack Viele substituierte Drogenabhängige konsumieren neben dem Heroin Benzodiazepine und/oder zunehmend auch Pregabalin (Lyrica). Den Benzodiazepinen und Pregabalin kommt eine besondere Rolle in den Konsummustern von Heroinabhängigen zu. Der Workshop soll sich u.a. mit den Fragen befassen, warum Heroinabhängige und andere Abhängigkeitserkrankte, noch einen zusätzlichen Konsum, insbesondere von Benzodiazepinen oder Lyrica betreiben sowie zur […]



1202 – InBetween – ein neues Modell für Prävention

Jürgen Bittner Prävention als Persönlichkeitsbildung soll aus unserer Sicht zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb haben wir das Projekt InBetween geschaffen. InBetween ist ein filmbasiertes Projekt für dialogische Prävention. Es basiert auf Martin Bubers dialogischem Menschenbild. Es besteht aus dem Film InBetween und aus einem Handbuch zur Arbeit mit dem Film. Da sich missbräuchlicher Rauschmittelkonsum meistens […]



1204 – Einführung in das systemische Elterncoaching nach Haim Omer

Klaus Pape, Martin Johns Das Konzept wurde Ende der 1990er Jahre von Prof. Haim Omer, Familientherapeut und Professor für Psychologie an der Universität von Tel Aviv und seinem Team zum Umgang mit herausforderndem Verhalten in Familien entwickelt. Es soll Eltern dabei unterstützen, aus dem Kreislauf symmetrischer oder komplememtärer Konfliktlagen aussteigen zu können ohne zugleich die […]