Themen

1802 – Alkoholabhängigkeit: individuell erkennen – individuell behandeln

Chaim Jellinek, Kai G. Kahl In Deutschland trinken über 10 Millionen Menschen Alkohol in riskanter (>12/24g reiner Alkohol /Tag) sowie 2 Millionen Menschen in missbräuchlicher Weise. 1,3 Millionen sind an einer Alkoholabhängigkeit erkrankt (Jahrbuch Sucht 2012). Obwohl in Deutschland ein Hilfesystem zur Verfügung steht, dauert es weit über 10 Jahre, bis die Erkrankung diagnostiziert wird [...]



1801 – Alkoholabhängigkeit: individuell erkennen – individuell behandeln

Chaim Jellinek, Kai G. Kahl In Deutschland trinken über 10 Millionen Menschen Alkohol in riskanter (>12/24g reiner Alkohol /Tag) sowie 2 Millionen Menschen in missbräuchlicher Weise. 1,3 Millionen sind an einer Alkoholabhängigkeit erkrankt (Jahrbuch Sucht 2012). Obwohl in Deutschland ein Hilfesystem zur Verfügung steht, dauert es weit über 10 Jahre, bis die Erkrankung diagnostiziert wird [...]



1800 – Einstieg in den Ausstieg – Mehr Handlungsoptionen für Patienten mit Alkoholabhängigkeit

Karl Mann, Jens Reimer Übermäßiger Alkoholkonsum ist insbesondere in Europa weit verbreitet. Neben 10 Millionen Menschen, die in Deutschland Alkohol in riskanter oder schädlicher Weise trinken, sind ca. 1,3 Mio. Menschen an Alkoholabhängigkeit erkrankt. Das Behandlungsdefizit ist nach wie vor sehr groß: Behandlungsquoten liegen europaweit bei unter 10 %. Bei Patienten mit Alkoholabhängigkeit sollten bei [...]



1515 – Drogenabhängige Migranten aus dem russischen Sprachraum

Irina Böhme, Nelli Axt Migranten aus dem russischen Sprachraum sind schwieriger zu behandeln als Drogenabhängige aus der traditionellen Bevölkerung. Die Zahl der regulären Entzugsabschlüsse und die Vermittlungsquote in Therapien sind unbefriedigend. Dabei stellt die Sprache nur eins von vielen Problemen dar. Eine alte Therapieweißheit lautet: „Man muss den Klienten dort abholen, wo er steht“. Ohne [...]



1001 – Möglichkeiten und Grenzen computerbasierter Rückfallprävention am Beispiel des Neurokontrolltrainings

Johannes Lindenmeyer Bis heute ist die Suchtbehandlung vorrangig dem Paradigma der rationalen Selbstkontrolle verhaftet. Demgengenüber werden in der neurophysiologisch orientierten Forschung immer mehr Erkenntnisse darüber gewonnen, dass das Suchtgeschehen durch eine situative Einschränkung des Willens und der Kontrollfähigkeit der Betroffenen zugunsten verstärkter, durch suchtmittelspezifische Stimuli getriggerter Anreizprozesse bestimmt wird. Vorgestellt werden die Ergebnisse von zwei [...]



1002 – Neue Medien und Sucht

Klaus Wölfling Aus der medizinisch-psychologischen Perspektive ist das Phänomen eines suchtartigen Gebrauchs des Internets für einen überschaubaren aber konstanten Teil seiner Nutzer relevant: Vor allem männliche Jugendliche und junge Erwachsene zeigen immer häufiger ein sich verlierendes, entgleitendes und in Extremfällen psychopathologisch auffälliges Onlinenutzungsverhalten. Die Betroffenen haben Symptome mit nahezu vollständiger Übereinstimmung im Vergleich zu den [...]



1003 – Wege durch ein Minenfeld: Haltungen, Regeln und Strukturen für einen angemessenen Umgang mit suchtkranken Eltern und ihren Kindern

Bernd Westermann Schwangerschaft und aktive Elternschaft bei suchtkranken Menschen sind mit multiplen Risiken verbunden. Nicht zuletzt im Kontext dramatischer Veröffentlichungen hat ein dringend notwendiger Sensibilisierungs-, Regulierungs- und Vernetzungsschub stattgefunden. Dennoch bleibt die Anspannung extrem. Angesichts dessen handelt es sich hierbei um das Gegenteil eines „Wohlfühlthemas“.  Schon darüber sprechen kann gefährlich sein und erst recht, damit [...]



1004 – Macht die Verhältnisprävention die Verhaltensprävention überflüssig?

Johannes Thrul Zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch können Maßnahmen ergriffen werden, die direkt mit den Jugendlichen arbeiten (Verhaltensprävention) oder solche, die die Verhältnisse ändern, in denen Jugendliche leben (Verhältnisprävention). Babor et al (2010) lieferten mit ihrem Buch „Alcohol: no ordninary commodity“ eine Expertise über Alkoholkonsum, seine Folgen und Maßnahmen zur Reduktion negativer Folgen. Nach dem Urteil [...]



1005 – Achtsamkeit in der Suchttherapie – Möglichkeiten und Grenzen

Harald Walach Achtsamkeit ist die Fähigkeit, im gegenwärtigen Moment zu sein und mit Wohlwollen sich selbst und allen geistigen Inhalten zu begegnen. In den letzten Jahren hat dieses Konzept Einzug in die Wissenschaft gehalten, ausgehend vom Erfolg des „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR) Programms, das Jon Kabat-Zinn vor allem für chronisch kranke Schmerz-patienten und andere [...]



1006 – Wirksame Behandlungsstrategien bei Patienten mit komorbiden psychischen Störungen

Franz Moggi Patienten mit komorbiden psychischen Störungen und Sucht, sogenannte Doppeldiagosen, stellen für Klinik und Forschung eine besondere Herausforderung dar, sind doch Diagnose- und Indikationsstellung sowie Therapie und Rehabilitation mit einigen Unsicherheiten und Schwierigkeiten verbunden. Repräsentative klinische Stichproben zeigen, dass rund die Hälfte aller Patienten mit einer Störung durch Substanzkonsum auch unter einer anderen psychischen [...]