Die 17. Suchttherapietage finden vom 29. Mai bis 01. Juni 2012 in Hamburg statt. Das Schwerpunktthema lautet “Sucht und Politik”.
Drogen- und Suchtpolitik ist der politische Bereich, der sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Zugangs zu psychotropen Substanzen und des Umgangs mit sozialen wie persönlichen Folgeproblemen befasst. Unter den suchtpolitischen Themen hat es in den letzten Jahren eine Verschiebung gegeben: Polarisierende Themen wie Belastungen durch offene Drogenszenen, der „Staat als Dealer“ oder Konsumräume, die den Drogengebrauch vermeintlich fördern, sind nicht verschwunden, aber stehen aktuell nicht mehr im Mittelpunkt gesundheitspolitischer Diskussionen und sind auch keine Wahlkampfthemen mehr. Schadensmindernde Ansätze in der Suchthilfe haben sich gesellschaftlich etabliert, es erfolgte die Ausweitung und Differenzierung der Substitutionstherapie u.a. mit der Einführung der Diamorphinbehandlung und eine Ausweitung der Substitution in Haftanstalten. Dennoch, Probleme wie die soziale Isolation, die mangelnden Integrationsmöglichkeiten, die Behandlung psychiatrischer und somatischer Komorbidität oder die Versorgungsprobleme älterer, multimorbider Drogenabhängiger sind nicht gelöst. Auch wenn die „klassischen“ illegalen Drogen gesundheitspolitisch aktuell an Relevanz eingebüßt zu haben scheinen, kann der Konsum illegaler Drogen und die damit verbundenen Probleme jederzeit wieder in den Vordergrund rücken.
Aktuelles
Call for Abstracts
21.07.2011Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, vom 29. Mai bis 01. Juni 2012 finden nunmehr zum 17. Mal die Hamburger Suchttherapietage statt. Das Schwerpunktthema 2012 lautet Sucht und Politik. Eine ausführliche Tagungsankündigung finden Sie an dieser Stelle. Wir möchten alle Interessierten hiermit einladen, uns Ihre Abstracts für Seminare und Übungen zukommen [...]