CANNABIS-FACHTAG 2027

Drei Jahre Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland: Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes

Dienstag, der 11. Mai 2027
09:00 bis 17:00 Uhr
Universität Hamburg

Auf dem Cannabis-Fachtag werden die vorläufigen Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsverbundprojekt zur „Evaluation des Konsumcannabisgesetzes“ (EKOCAN) vorgestellt und diskutiert. Das Verbundprojekt EKOCAN führt die offizielle Evaluation der Teillegalisierung durch, die der Gesetzgeber vorgesehen hat. Die abschließenden Ergebnisse werden im April 2028 präsentiert.

Zunächst kommen praktische Erfahrungen im Umgang mit der Teillegalisierung und dessen Auswirkungen zur Sprache. Anschließend werden die an EKOCAN beteiligten Forschungsteams ihre bisherigen Forschungsergebnisse vorstellen. Es wird gezeigt, wie sich die Teillegalisierung auf den Kinder- und Jugendschutz, den allgemeinen Gesundheitsschutz und die cannabisbezogene (organisierte) Kriminalität ausgewirkt hat. Zum Abschluss des Fachtags werden die zuvor präsentierten Forschungsergebnisse im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Expert:innen aus den Bereichen Jugend- und Gesundheitsschutz, Strafverfolgung und Politik sowie aus Sicht von Konsumierenden diskutiert.

Die Teilnahme am Cannabis-Fachtag steht allen interessierten Personen offen. Ein fachlicher oder wissenschaftlicher Hintergrund ist nicht erforderlich.

Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Jakob Manthey
(Koordinator EKOCAN)

Anmeldung zur Teilnahme

Die Teilnahmegebühr beträgt 25 € für reguläre Teilnehmende und 10 € für Studierende. Eine kostenfreie Teilnahme ist auf Antrag möglich. Die Rechnung wird nach der Anmeldung per E-Mail versendet.

    Datenschutzhinweis

    Wir und der im jeweiligen Veranstaltungsprogramm ausdrücklich benannte Mitveranstalter verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten zur Vertragserfüllung und zur Kundenbetreuung. Eine Weiterleitung Ihrer personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt nur, wenn dies aus technischen Gründen für die Organisation der Veranstaltung unabdingbar ist. Die erhobenen Daten werden nicht für andere Zwecke an Dritte weitergeleitet oder verkauft.

    Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit per E-Mail unter kontakt[at]suchttherapietage.de widersprechen. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.zis-hamburg.de/impressum/.

    Ab 08:30 Uhr

    Anmeldung geöffnet

    09:00-09:20 Uhr

    Begrüßung durch Judith Bugreev (Bundesministerium für Gesundheit)

    09:20-10:00 Uhr

    Roundtable

    Zum Auftakt des Fachtags werden persönliche Erfahrungen mit der Teillegalisierung von Cannabis berichtet. An dieser Gesprächsrunde nehmen Vertreterinnen der ambulanten Suchthilfe, Suchtprävention und Anbauvereinigungen teil.

    – Saskia Müller (HighNordClub e.V., Hamburg)
    – Kristina Bauer (Crosspoint, Düsseldorf) 
    – Anke Korfhage (jugend.drogen.beratung.kö, Hamburg)

    Moderation: Dr. Jens Kalke (Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS))

    10:00-10:45 Uhr

    Kinder- und Jugendschutz

    1. Cannabiskonsum und Risikowahrnehmung unter Jugendlichen
      Daniel Kotz – Centre for Health and Society (chs), Universitätsklinikum Düsseldorf
    2. Prävention von Cannabisprävention
      Paula Steinhoff – Centre for Health and Society (chs), Universitätsklinikum Düsseldorf

    Moderation: Andrea Rodiek (SuchtPräventionsZentrum (SPZ))

    10:45-11:15 Uhr

    Pause

    11:15-12:15 Uhr

    Gesundheitsschutz

    1. Gesundheitsprobleme durch Cannabiskonsum
      Jakob Manthey – Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    2. Cannabiskonsum und Verkehrssicherheit
      Anna Schranz – Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Moderation: Christiane Lieb (SUCHT.HAMBURG)

    12:15-13:30 Uhr

    Mittagspause

    13:30-15:00 Uhr

    (Markt und) Kriminalität

    1. Cannabisbezogene Kriminalität im Hellfeld
      Benedikt Iberl – Institut für Kriminologie (IfK), Universität Tübingen
    2. Effekte der Teillegalisierung auf den Cannabis(schwarz)markt
      Florian Rebmann – Institut für Kriminologie (IfK), Universität Tübingen
    3. Effekte der Teillegalisierung auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden
      Sarah Schreier – Institut für Kriminologie (IfK), Universität Tübingen

    Moderation: ####

    15:00-15:30 Uhr

    Pause

    15:30-17.00 Uhr

    Podiumsdiskussion zur Zukunft der Teillegalisierung mit Vertreter:innen aus Jugend- und Gesundheitsschutz, Strafverfolgung, Politik und dem Umfeld Konsumierender

    – Georg Wurth (Deutscher Hanfverband)
    – Dirk Peglow (Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V.)
    –
    Nadja Gaßmann, (LWL-Landesjugendamt Westfalen)

    Moderation: ####

    17:00 Uhr

    Schlussworte

    Dr. Daniel Kotz

    Daniel Kotz leitet den Schwerpunkt Suchtforschung und klinische Epidemiologie am Institut für Allgemeinmedizin (ifam) und dem Centre for Health and Society (chs) des Universitätsklinikums Düsseldorf. Er ist einer der drei Projektleiter des Forschungsprojektes EKOCAN. In seinem Vortrag wird er aktuelle Zahlen zur Prävalenz des Cannabiskonsums sowie zur Risikowahrnehmung von Cannabis unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorstellen.

    Paula Steinhoff

    Paula Steinhoff ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am ifam/chs. Im Rahmen des EKOCAN-Projekts hat sie qualitative Interviews und Fokusgruppen mit jungen Cannabiskonsumierenden sowie Fachkräften aus den Bereichen Suchtberatung und -prävention durchgeführt.  In ihrem Vortrag stellt sie Ergebnisse zur Cannabisprävention im Kontext der Teillegalisierung vor.

    Dr. Jakob Manthey

    Jakob Manthey ist einer von drei Projektleitern sowie Koordinator des Forschungsprojektes EKOCAN. In seiner Forschung interessiert er sich insbesondere für die Verbreitung von Alkohol- und Cannabiskonsum und dessen gesundheitliche Folgen für Konsumierende und für die Gesellschaft. In seinem Vortrag wird Jakob Manthey die Veränderungen des Cannabiskonsums und gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit der Teillegalisierung beschreiben.

    Anna Schranz

    Anna Schranz ist Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg. Sie ist Teil des Forschungsprojektes EKOCAN und promoviert derzeit zu den möglichen Auswirkungen der Teillegalisierung auf die Verkehrssicherheit. In ihrem Vortrag stellt sie aktuelle Befunde zu Cannabis im Straßenverkehr seit Inkrafttreten der Teillegalisierung vor.

    Dr. Benedikt Iberl

    Benedikt Iberl ist Psychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kriminologie der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Umfragemethodik und Dunkelfeldforschung. In seinem Vortrag wird der Stand des Projekts zu den Effekten der Teillegalisierung auf den Cannabis(schwarz)markt vorgestellt.

    Florian Rebmann

    Florian Rebmann ist Jurist und Akademischer Mitarbeiter am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Gewalt gegen Frauen sowie die kriminalstatistische Erfassung von Kriminalität. In seinem Vortrag werden Befunde zu den Auswirkungen der Teillegalisierung auf die cannabisbezogene Kriminalität im Hellfeld vorgestellt.

    Sarah Schreier

    Sarah Schreier ist Kriminologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kriminologie der Universität Tübingen. Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten zählen die empirische Analyse des Phänomens der Organisierten Kriminalität und die qualitative Interviewforschung im Kontext der Strafverfolgungsbehörden. In ihrem Vortrag stellt sie empirische Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden vor.

    Georg Wurth

    Georg Wurth (Diplom-Finanzwirt) ist Vorsitzender des Deutschen Hanfverbands (DHV), den er seit seiner Gründung im Jahr 2002 leitet. Schon 1996 hatte er sich wegen des Besitzes von vier Gramm Hanfblüten selbst angezeigt. Im Sinne einer Bürgerrechtsbewegung hat der DHV für die nun erfolgte Entkriminalisierung der Konsumenten gekämpft. Außerdem steht der DHV für eine vollständige Regulierung des bestehenden Cannabismarktes. Die Entstehung des Cannabisgesetzes (CanG) von 2024 hat Georg Wurth u.a. als Sachverständiger in diversen Anhörungen eng begleitet. Als Mitglied des EKOCAN-Beirates beteiligt er sich auch an der Evaluation des Gesetzes.

    Dirk Peglow

    Nadja Gaßmann

    Nadja Gaßmann ist Diplom-Sozialpädagogin, Sozial- und Suchttherapeutin sowie M.Sc. Public Health und arbeitet am LWL-Landesjugendamt Westfalen in Münster. Seit 1997 war sie am Aufbau der Beratungsstelle inEchtzeit für Cannabis und synthetische Drogen in Bochum beteiligt und ist seit 2000 als FreD-Trainerin tätig. Von 2007 bis 2013 koordinierte sie europäische Suchtpräventionsprojekte, darunter FreD goes net, das die Implementierung des Programms in neun Ländern sowie die Ausbildung von FreD-Trainer:innen in Deutschland und Europa umfasste. Seit 2013 ist sie am LWL-Landesjugendamt tätig. Dort leitete sie unter anderem die AG KCanG der BAG-Landesjugendämter, die eine Arbeitshilfe zur Umsetzung von § 7 KCanG entwickelte.

    Universität Hamburg
    Hauptgebäude, Hörsaal A
    Edmund-Siemers-Allee 1 | 20146 Hamburg

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    Anreise

    Ab Hauptbahnhof mit der S-Bahn Linie S2 oder S5 (Richtung Altona, Blankenese, Elbgaustraße oder Sternschanze/Messe) bis Haltestelle „Dammtor“ Ausgang Universität Hamburg.

    Ab Flughafen mit S1 bis Hauptbahnhof, ab Hauptbahnhof S-Bahn Linie S2 oder S5 (Richtung Altona, Blankenese, Elbgaustraße oder Sternschanze/Messe) bis Haltestelle „Dammtor“ Ausgang Universität Hamburg.

    Adresse für Navigationsgerät:
    Edmund-Siemers-Allee 1 | 20146 Hamburg.
    Parkmöglichkeiten direkt vor dem Gebäude sind nicht gegeben.

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