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1108 – DrogenKulturKontrolle: Drogenverbot, Suchtbegriffe und Kultursoziologie

Gerrit Kamphausen Drogenpolitik und Suchtbehandlung sind stets im Hier und Jetzt verortet. Verbesserungen sind nur in kleinen Schritten und gegen große Widerstände möglich. Gesellschaftliche Zusammenhänge, insbesondere die historische Betrachtung der Entstehung des Drogenverbots, der Suchtbegriffe und der Zusammenhänge zwischen diesen beiden Gebieten der Drogenpolitik sind bisher keine Grundlage der bürokratischen Entscheidungsfindung. Das Seminar behandelt die […]



1110 – Sucht ist ein soziales Geschehen: Droge, Mensch, Gesellschaft

Gerrit Kamphausen Suchtbegriffe und Behandlung sind auf die negativen Aspekte der Drogenwirkung und das individuelle Verhalten der einzelnen KonsumentInnen bezogen. Die Wirkung wird dabei als unkontrollierbar und als Auslöser der Sucht gesehen und das Verhalten der NutzerInnen als generell defizitär betrachtet. Gesellschaftliche Aspekte der Sucht, z.B. das gesetzliche Drogenverbot und das Abstinenzgebot als alleiniges Behandlungsziel, […]



1120 – Der postmoderne Mensch: frei, mündig, selbstgesteuert oder doch nur überfordert und suchtgefährdet?

Michael Klein, Rolf Jox Der Umgang mit Substanzen stellt seit jeher eine besondere Herausforderung für das Menschsein dar. Wie können Menschen den Spagat zwischen Lust, Entgrenzung und Ekstase auf der einen Seite und möglichem Verlust von Freiheit und Kontrolle sowie der Entstehung von Sucht auf der anderen Seite erfolgreich bewältigen? Der gelingende Umgang mit Drogen […]



1124 – Regulierung des Cannabis-Marktes – der Vorschlag aus Hamburg

Cornelia Kost, Linda Heitmann Herstellung, Handel, Vertrieb und Besitz von Cannabis sind verboten und werden in der Bundesrepublik strafrechtlich verfolgt. Seit etlichen Jahren wird immer wieder bezweifelt, ob die prohibitive Drogenpolitik ihre Ziele wirklich erreicht. In Deutschland stellt sich im Hinblick auf den Umgang mit Cannabis die Frage nach politischen Änderungsbedarfen, da ein Großteil des […]



1126 – Umgang mit Benzodiazepine und Lyrica

Jochen Brack Viele substituierte Drogenabhängige konsumieren neben dem Heroin Benzodiazepine und/oder zunehmend auch Pregabalin (Lyrica). Den Benzodiazepinen und Pregabalin kommt eine besondere Rolle in den Konsummustern von Heroinabhängigen zu. Der Workshop soll sich u.a. mit den Fragen befassen, warum Heroinabhängige und andere Abhängigkeitserkrankte, noch einen zusätzlichen Konsum, insbesondere von Benzodiazepinen oder Lyrica betreiben sowie zur […]



1308 – Legal – oftmals frei erhältlich – Lieferung nach Hause möglich: Medikamente als Rauschmittel

Heinrich Elsner Frei käufliche Medikamente können als downer, als upper oder als Halluzinogen eingesetzt werden und die sogenannten harten Drogen zeitweilig oder ganz ersetzen. Die Qualität ist verlässlich hoch. Die Information über die Nutzungsmöglichkeiten werden oftmals im Internet weiterverbreitet. Das Seminar will zu diesem boomenden Markt informieren.



1506 – Kontrollierte Abgabe von Cannabis als wissenschaftlicher Modellversuch

Jens Kalke, Uwe Verthein Im Zuge der jüngsten Veränderungen in der Cannabispolitik in Staaten der USA und anderen Ländern gibt es auch in der Bundesrepublik Deutschland eine Diskussion über die Entkriminalisierung von Cannabis. Die Durchführung eines wissenschaftlichen Modellversuchs zur kontrollierten Abgabe von Cannabis – wie ihn einige Kommunen fordern – ist nur über eine Ausnahmegenehmigung […]



1508 – Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit

Hartmut Klos Rückfallprophylaxe in der Behandlung von drogenabhängigen Menschen muss frühzeitig, systematisch und psychoedukativ erfolgen und neben Rückfallvorbeugung und Rückfallmanagement das Ziel haben, die Betroffenen zu ExpertInnen ihrer eigenen Erkrankung zu machen. In dem Seminar wird das erste strukturierte Trainingsprogramm zur Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit (RPT) vorgestellt. Es wird ein aktueller Überblick zum wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund gegeben […]



1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Behandlung von Suchterkrankungen

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1606 – Praxis-Seminar: Krisenintervention und Ressourcenaktivierung bei PTBS und komplexen Traumafolgestörungen

Sybille Teunißen, Wibke Voigt Schwerpunkt dieses Seminars bildet die Vorstellung und das Kennenlernen wirkungsvoller Interventionen zur Krisenintervention und Ressourcenaktivierung (Notfallstrategien, Diss-Stop-Techniken, Techniken zur Entlastung, Distanzierung und Affektregulation) bei einer posttraumatischen Belastungsstörung und komplexen Traumafolgestörungen, einschließlich dissoziativer Störungen. Zum besseren Verständnis der traumabezogenen Folgeerscheinungen wird einführend die Theorie der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit vermittelt. Als wesentliche […]