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1108 – Naikan in der Suchttherapie – Eine Möglichkeit zur verbesserten Selbst und Fremdwahrnehmung

Suzan Mazumdar, Theo Köhler Einsicht und Dankbarkeit – wesentliche Ziele der Rehabilitation suchtkranker Menschen. Der Suchtkranke hat die Tendenz, sich selbst ausschließlich als Opfer zu betrachten und in einer Vorwurfshaltung gegenüber dem sozialen Umfeld, insbesondere der Familie, verhaftet zu bleiben. Viele Therapien verstärken leider diese Opferhaltung, während die Verantwortungsübernahme für die eigenen Fehlschritte oft zu […]



1304 – Legal-highs aus der Apotheke – Medikamente als Rauschmittel

Heinrich Elsner In der Apotheke sind ohne Rezept Rauschmittel mit einer „garantierten Qualität“ aus den 3 Gruppen Stimulanzien/upper, Sedativa/downer und Halluzinogene für relativ wenig Geld zu bekommen. Die meisten von ihnen sind in den üblichen Drogenscreenings nicht erkennbar. Viele KonsumentInnen kennen und nutzen sie – und die professionellen Helfer sind ahnungslos. Das Seminar will die […]



1506 – „Warum man nicht so leicht aus seiner Haut kann…“ – Identitätsprozesse bei drogenabhängigen Menschen

Hartmut Klos Identitätsprozesse haben in der Behandlung und Betreuung von drogenabhängigen Menschen einen größeren Einfluss als vielfach angenommen. Die Begleitung drogenabhängiger Menschen ist immer auch Arbeit an der Identität und Initiierung von Identitätsprojekten. Das „Herauswachsen aus der Sucht“ sowie die Veränderung von Konsummustern erfordern umfassende Veränderungsprozesse der Identität. Dabei sind Grenzen des Identitätswandels zu berücksichtigen. […]



1508 – Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit

Hartmut Klos Rückfallprophylaxe in der Behandlung von drogenabhängigen Menschen muss frühzeitig, systematisch und psychoedukativ erfolgen und neben Rückfallvorbeugung und Rückfallmanagement das Ziel haben, die Betroffenen zu Experten ihrer eigenen Erkrankung zu machen. In dem Seminar wird das erste strukturierte Trainingsprogramm zur Rückfallprophylaxe bei Drogenabhängigkeit (RPT) vorgestellt. Es wird ein aktueller Überblick zum wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund gegeben […]



1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Suchtbehandlung

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1604 – Gibt es ein „Suchtgedächtnis“ und lässt es sich löschen?

Falk Kiefer Die Dauerhaftigkeit suchtassoziierter Kognitions- und Verhaltensmuster deutet auf stabil verankerte Gedächtnisinhalte hin. Durch Hinweisreize getriggerte Rückfälle tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei und stellen auch nach Jahren der Abstinenz Herausforderungen in der Behandlung von Suchterkrankungen dar. Ein wichtiger Fortschritt im Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen sind jüngere Forschungsergebnisse, die auf eine Ähnlichkeit neuronaler […]



1606 – „Ein Zelt im Orkan aufbauen“ – Dialektisch-Behaviorale-Therapie bei Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sucht

Kornelia Fricke-Drink, Regina Behnert, Markus Stuppe Borderline-PatientInnen mit einer Suchtproblematik reagieren auf bestimmte Auslöser mit Anspannungszuständen. Als Reaktion darauf zeigen sie häufig dysfunktionale Verhaltensweisen wie Suchtmittelkonsum, Selbstverletzung, Impulsdurchbrüche oder dissoziative Zustände. In diesem Seminar möchten wir anhand praktischer Beispiele und Übungen Elemente der DBT vermitteln, die sich insbesondere in der Gruppentherapie mit suchtkranken Borderline-PatientInnen bewährt […]



1608 – Intensivseminar Motivational Interviewing

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Motivational Interviewing ist ein Interventionsstil, der in Kooperation mit dem Klienten der Bewältigung von Ambivalenzkonflikten dient. Entscheidend sind eine fachkompetente, empathische und zieloffene Haltung, frühzeitige Klärung der Rahmenbedingungen und ein spezifischer Gesprächsstil. Widerstand wird als Störung der Interaktion zwischen Patient und Berater und damit als Aufforderung zu kreativer therapeutischer Aktivität betrachtet. […]



1610 – Methadon (und andere Substitutionsmittel), das Opioidersatzstoffprogramm und Kinder

Heinrich Elsner Die Opioidersatzstoffe – das am Häufigsten verwendete ist Methadon – haben, wie alle Medikamente, Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen. Ähnliches gilt für die Substitutionsbehandlung; hier haben die administrativen/gesetzlichen und therapeutischen Rahmenbedingungen positive und unerwünschte Auswirkungen. Beide Elemente der Opioidersatzstoffbehandlung, sowohl das Medikament als auch die Rahmenbedingungen, haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Substituierten. […]



1612 – Comorbidität Sucht- und Trauma: Genderspezische stationäre Behandlungsprogramme für Männer mit Impulskontrollstörung

Isabel Englert, Kathrin Hildebrand Die Nachfrage nach stationärer Behandlung für Patienten mit der Comorbidität Impulskontrollstörungen und Suchtkrankheit ist hoch. Sehr viele dieser Patienten weisen eine Traumafolgestörung auf. Es zeigen sich zunehmend unterschiedliche Subgruppen mit diesen Störungen in Therapie: vom einfach Traumatisierten, der unter den Folgen eines Berufsunfalls leidet, bis hin zu in der Kindheit sexuell […]