Therapieverfahren

1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Suchtbehandlung

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1604 – Gibt es ein „Suchtgedächtnis“ und lässt es sich löschen?

Falk Kiefer Die Dauerhaftigkeit suchtassoziierter Kognitions- und Verhaltensmuster deutet auf stabil verankerte Gedächtnisinhalte hin. Durch Hinweisreize getriggerte Rückfälle tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung von Suchterkrankungen bei und stellen auch nach Jahren der Abstinenz Herausforderungen in der Behandlung von Suchterkrankungen dar. Ein wichtiger Fortschritt im Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen sind jüngere Forschungsergebnisse, die auf eine Ähnlichkeit neuronaler […]



1612 – Comorbidität Sucht- und Trauma: Genderspezische stationäre Behandlungsprogramme für Männer mit Impulskontrollstörung

Isabel Englert, Kathrin Hildebrand Die Nachfrage nach stationärer Behandlung für Patienten mit der Comorbidität Impulskontrollstörungen und Suchtkrankheit ist hoch. Sehr viele dieser Patienten weisen eine Traumafolgestörung auf. Es zeigen sich zunehmend unterschiedliche Subgruppen mit diesen Störungen in Therapie: vom einfach Traumatisierten, der unter den Folgen eines Berufsunfalls leidet, bis hin zu in der Kindheit sexuell […]



1606 – „Ein Zelt im Orkan aufbauen“ – Dialektisch-Behaviorale-Therapie bei Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sucht

Kornelia Fricke-Drink, Regina Behnert, Markus Stuppe Borderline-PatientInnen mit einer Suchtproblematik reagieren auf bestimmte Auslöser mit Anspannungszuständen. Als Reaktion darauf zeigen sie häufig dysfunktionale Verhaltensweisen wie Suchtmittelkonsum, Selbstverletzung, Impulsdurchbrüche oder dissoziative Zustände. In diesem Seminar möchten wir anhand praktischer Beispiele und Übungen Elemente der DBT vermitteln, die sich insbesondere in der Gruppentherapie mit suchtkranken Borderline-PatientInnen bewährt […]



1608 – Intensivseminar Motivational Interviewing

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Motivational Interviewing ist ein Interventionsstil, der in Kooperation mit dem Klienten der Bewältigung von Ambivalenzkonflikten dient. Entscheidend sind eine fachkompetente, empathische und zieloffene Haltung, frühzeitige Klärung der Rahmenbedingungen und ein spezifischer Gesprächsstil. Widerstand wird als Störung der Interaktion zwischen Patient und Berater und damit als Aufforderung zu kreativer therapeutischer Aktivität betrachtet. […]



1614 – Psychoedukation, Rückfallmanagement und Rückfallprophylaxe bei Vorliegen der Doppeldiagnose Schizophrene Psychose und Sucht – Das GOAL-Behandlungsprogramm

Roberto D’Amelio In dem Seminar werden praxisnah aktuelle störungsspezifische Therapieansätze und -Programme zur Rückfallprophylaxe und zum Rückfallmanagement bei Patienten mit der Doppeldiagnose schizophrene Psychose und Sucht dargestellt, mit Fokus auf dem: „GOAL – Gesund Ohne Abhängigkeit Leben“ Behandlungsprogramm (Module: GOAL-Wissen, GOAL-Praxis, GOAL-Kreativ, GOAL-Sport, GOAL-Nachsorge und GOAL-Angehörige). Des Weiteren soll auf die Besonderheiten der therapeutischen Haltung […]



1610 – Methadon (und andere Substitutionsmittel), das Opioidersatzstoffprogramm und Kinder

Heinrich Elsner Die Opioidersatzstoffe – das am Häufigsten verwendete ist Methadon – haben, wie alle Medikamente, Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen. Ähnliches gilt für die Substitutionsbehandlung; hier haben die administrativen/gesetzlichen und therapeutischen Rahmenbedingungen positive und unerwünschte Auswirkungen. Beide Elemente der Opioidersatzstoffbehandlung, sowohl das Medikament als auch die Rahmenbedingungen, haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Substituierten. […]



1620 – Leistungssensible Suchttherapie

Thomas Lüddeckens, Martin Fleckenstein, Marlis Heer Der Workshop gibt einen Überblick über diesen neuartigen Ansatz, vermittelt anhand praktischer Beispiele und Übungen die Grundprinzipien der Intervention. Leistungssensible Suchttherapie (LST) ist ein Kurzinterventionsmodul, das zur Ergänzung der qualifizierten Entzugsbehandlung erarbeitet wurde. Der Schwerpunkt liegt auf einer Haltungsänderung gegenüber der Sucht. Im Rahmen von drei Gruppensitzungen wird eine […]



1616 – Suizidprävention in der Suchttherapie

Jörg Hilger Trotz des deutlich erhöhten Risikos für suizidale Krisen bei Abhängigkeitserkrankten stellt eine individuelle Suizidprävention bislang erfahrungsgemäß kein selbstverständliches Therapieelement von Suchttherapien dar. Die Tabuisierung dieser Thematik, aber auch Wissensdefizite auf professioneller Seite behindern oft eine effektive Behandlung der Betroffenen, eventuell mit schwerwiegenden Folgen. Im Seminar wird daher das Basiswissen zu ätiologischen Modellen zu […]



1618 – Pathologische Glücksspielsucht im Alter

Jean-Christoph Schwager Noch vor wenigen Jahren war es für ältere, nicht mehr im Berufsleben stehende oder früh verrentete suchtkranke Menschen äußerst schwierig, einen Therapieplatz zur Behandlung ihrer Suchterkrankung zu finden. Traditionell richteten sich die Angebote des professionellen Suchthilfesystems an Menschen, die noch im Berufsleben stehen; (Früh-)Rentner oder Erwerbsunfähige waren darin viele Jahre nicht vorgesehen. Mittlerweile […]