Therapieverfahren

1602 – Achtsamkeitsbasierte Verfahren in der Behandlung von Suchterkrankungen

Wolfgang Beiglböck Achtsamkeit bedeutet, sich dem zuzuwenden, was im Hier-und-Jetzt gegeben ist, sich nicht in Erinnerungen, Zukunftsplänen oder automatisch ablaufenden Verhaltensmustern zu verlieren, Gedanken nicht sofort in Kategorien einzuordnen. Die Praxis der Achtsamkeit hat sich bereits bei anderen Störungsbildern als hilfreich erwiesen. Auch bei Suchterkrankungen stellt die Veränderung automatisch ablaufender Verhaltensmuster, der Umgang mit Rückfallgedanken […]



1604 – Intensivkurs Motivational Interviewing

Thomas Kuhlmann, Gerhard Reymann Motivational Interviewing ist ein Interventionsstil, der in Kooperation mit den KlientInnen der Bewältigung von Ambivalenzkonflikten dient. Entscheidend sind eine fachkompetente, empathische und zieloffene Haltung, frühzeitige Klärung der Rahmenbedingungen und ein spezifischer Gesprächsstil. Widerstand wird als Störung der Interaktion zwischen PatientIn und BeraterIn und damit als Aufforderung zu kreativer therapeutischer Aktivität betrachtet. […]



1605 – Fallseminar

Gerhard Reymann, Thomas Kuhlmann Dieses Seminar richtet sich an alle, die erste Erfahrungen mit MI haben (z.B. nach der Teilnahme an einem MI-Workshop) und die ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Kommunikationsstil reflektieren und vertiefen möchten. Anhand von eigenem Material und konkreten Fallbeispielen werden in Rollenspielen Chancen und Grenzen dieser Therapietechnik bearbeitet und anschließend reflektiert. Dabei […]



1606 – Praxis-Seminar: Krisenintervention und Ressourcenaktivierung bei PTBS und komplexen Traumafolgestörungen

Sybille Teunißen, Wibke Voigt Schwerpunkt dieses Seminars bildet die Vorstellung und das Kennenlernen wirkungsvoller Interventionen zur Krisenintervention und Ressourcenaktivierung (Notfallstrategien, Diss-Stop-Techniken, Techniken zur Entlastung, Distanzierung und Affektregulation) bei einer posttraumatischen Belastungsstörung und komplexen Traumafolgestörungen, einschließlich dissoziativer Störungen. Zum besseren Verständnis der traumabezogenen Folgeerscheinungen wird einführend die Theorie der strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit vermittelt. Als wesentliche […]



1608 – Eine Figur aus einem Märchen

Jean-Christoph Schwager In der psychotherapeutischen Arbeit mit älteren suchtkranken Menschen spielt die Rückschau auf das gelebte Leben und die Würdigung der Lebensleistung eine wichtige Rolle. So wie der Traum nach Sigmund Freud der „Königsweg zum Unbewussten“ ist, bringt uns die Beschäftigung mit Märchen auf eine zumeist freudvolle Art und Weise zurück in das „Land, das […]



1610 – Stationäre Gruppentherapie mit älteren Suchtkranken

Jean-Christoph Schwager Noch vor wenigen Jahren war es für ältere, nicht mehr im Berufsleben stehende suchtkranke Menschen äußerst schwierig, einen stationären Therapieplatz zur Behandlung ihrer Suchterkrankung zu finden. Traditionell richteten sich die Angebote der Rehabilitationskliniken an Menschen, die noch im Berufsleben stehen. (Früh)RentnerInnen oder Erwerbsunfähige waren im Hilfssystem viele Jahre nicht vorgesehen. Dazu kamen – […]



1612 – Freiheit für das abhängige Gehirn – Freiheit für das Suchtgedächtnis

Eva Pawlas Langjährige Erfahrungen in der Suchttherapie zeigt, dass auch nach dem körperlichen Entzug weiterhin eine Abhängigkeit im Sinne eines „Suchtgedächtnisses“ besteht. Deshalb neigen viele Menschen mit einer Abhängigkeitsthematik, egal aus welcher Substanz- oder Verhaltensgruppe, auch nach Jahren der Abstinenz immer wieder zu Rückfällen. In dem Vortrag soll in knapper Form vermittelt werden, wie das […]



1614 – Die systematische Konsum- und Zielerklärung als zentrales Element zieloffener Suchtarbeit

Matthias Nanz In der Zieloffenen Suchtarbeit (ZOS) werden KlientInnen darin unterstützt, Veränderungen in der von ihnen gewünschten Richtung vorzunehmen (Abstinenz, Reduktion, Harm Reduction etc.). In der ZOS werden im ersten Schritt systematisch die konsumierten Substanzen/Suchtverhaltensweisen abgeklärt und ihm zweiten Schritt substanzweise die angestrebten Ziele erarbeitet. Grundlage der Gesprächsführung ist dabei das Motivational Interviewing. Für die […]



1616 – Funktionaler Umgang mit Emotionen bei traumatisierten SuchtpatientInnen – DBT-basierte Methoden (Teil I)

Kathrin Hildebrand, Isabel Englert Der Umgang mit starken Emotionen stellt für viele traumatisierte PatientInnen im Suchtbereich eine erhebliche Schwierigkeit dar. Besonders betroffen davon sind PatientInnen mit zusätzlich emotional instabilen Störungen vom Borderline-Typ oder impulsiven Typ, aber auch PatientInnen mit Traumafolgestörungen, narzisstischen und anderen Persönlichkeitsstörungen. Im Seminar werden praktische Lösungen aus dem Bereich der Dialektisch-Behaviorale Therapie […]



1618 – Funktionaler Umgang mit Emotionen bei traumatisierten SuchtpatientInnen – PITT-basierte Methoden (Teil II)

Isabel Englert, Kathrin Hildebrand Der Umgang mit starken Emotionen stellt für viele traumatisierte PatientInnen im Suchtbereich eine erhebliche Schwierigkeit dar. Besonders betroffen davon sind PatientInnen mit zusätzlich emotional instabilen Störungen vom Borderline-Typ oder impulsiven Typ, aber auch PatientInnen mit Traumafolgestörungen, narzisstischen und anderen Persönlichkeitsstörungen. Im Seminar werden praktische Lösungen aus dem Bereich der Psychodynamisch Imaginative […]